Aus den OrtenInfoveranstaltung zum Burggarten Hohes Haus Nienborg

Infoveranstaltung zum Burggarten Hohes Haus Nienborg

Mehr als 100 Besucher aus Nienborg und den benachbarten Orten waren gekommen, um Informationen über das Projekt „Reaktivierung des Burggartens am Hohen Haus“ zu erhalten.
Mehr als 100 Besucher aus Nienborg und den benachbarten Orten waren gekommen, um Informationen über das Projekt „Reaktivierung des Burggartens am Hohen Haus“ zu erhalten.

„Ein lauer Sommerabend, wunderbare Location, viele nette Gäste und eine frohe Kunde durch Heeks Bürgermeister mit Startkapital für das Projekt – der Informationsabend des Trägervereins Burggarten Hohes Haus Nienborg e.V. war ein voller Erfolg“, zog die erste Vorsitzende Elisabeth Schwietering-Callenbeck ein sehr positives Fazit. Der Verein zeigte den Gästen, welches grüne Idyll mitten in Nienborg noch verborgen liegt. Gemeinsam mit der kürzliche eröffneten Landesburg möchte der Trägerverein die historische Ringburganlage für alle Generationen erlebbarer machen.

Heimatpreis für den Trägerverein

„Wir haben gestern im Rat beschlossen, dass der Trägerverein in diesem Jahr den mit 2.500 Euro dotierten Heimatpreis der Gemeinde Heek erhält“, hatte Bürgermeister Michael Averbeck ein großartiges Geschenk für den Trägerverein in seinem Grußwort dabei. Er lobte das Engagement des Vereins, der mit der Öffnung des Burggartens einen Mehrwert für die gesamte Gemeinde schafft.

Burggarten soll „Grüne Dorfmitte“ werden

Mehr als 100 Besucher aus Nienborg und den benachbarten Orten waren der Einladung gefolgt, um Informationen über das Projekt „Reaktivierung des Burggartens am Hohen Haus“ zu erhalten. „Stellt euch vor, ihr habt einen Traum, ihr lauft an der Hauptstraße am Burggarten vorbei und dann … eine Buchenhecke umgibt den verwunschenen Garten, ihr lauft weiter, und plötzlich steht ihr vor einem imposanten Eingangstor, es steht offen und ihr geht hinein“, nahm die erste Vorsitzende die Besucher in ihrer Begrüßung mit auf die gedankliche Reise zur Schaffung eines begehbaren Burggartens und einer „Grünen Dorfmitte“ für alle Generationen. Elisabeth Schwietering-Callenbeck warf einen Blick auf die Anfänge und den bisherigen Verlauf des Projektes.

Pachtvertrag über 25 Jahre mit der Stiftung Burg Hohes Haus

Vor knapp drei Jahren kam bei Winfried Leusbrock, Uwe Gruber und Markus Stöcker-Herbers die Idee auf, das verborgene Paradies für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Mit seinem Team der Firma Georadar hat Winfried Leusbrock mit modernster Technik und in Abstimmung mit der Stiftung Burg Hohes Haus das Gelände untersucht. Dabei erzielten sie unter anderem Funde historischer Wegeführungen im Burggarten. Danach wurde in einem kleinen Team von 15 Bürgerinnen und Bürgern aus Heek und Nienborg die Idee weiterverfolgt und damit die Attraktivität des Hohen Hauses zu steigern. Vor einem Jahr wurde der Trägerverein gegründet und vor einigen Monaten der Pachtvertrag über 25 Jahre mit der Stiftung Burg Hohes Haus abgeschlossen. So weilte deren Vertreter, Diedrich von Bönninghausen, auch unter den Besuchern. „Ich habe nicht gedacht, dass das hier so groß und so schön ist“, wurde vielfach von den Besuchern Bewunderung geäußert, die sich von dem Gelände, dem Projekt und den ausgelegten Projektplänen inspirieren ließen. Der stellvertretende Bürgermeister Hendrik Wolbeck brachte es auf den Punkt, als er beim Betreten des Gartens äußerte „Auf zu neuen Taten“.

Team mit viel Fachwissen in verschiedenen Bereichen

Elisabeth Schwietering-Callenbeck stellte das aktuelle Team des Trägervereins vor, das aus Landschaftsarchitekten, Gärtnern, Elektrikern, Maurern, Baumaschinenführern, IT-Fachkräften, Unternehmern, Organisatoren und vielen ehrenamtlichen Helfern besteht. Aktuell denkt der Verein über einen Ideenwettbewerb mit der Fachschule für Landschaftsarchitektur nach. Im regen Austausch mit den Besuchern erläuterten sie vor Ort und anhand der von Susanne Venhoff aus Ahaus erstellten Projektpläne das Projekt.

Burggarten soll im Herbst 2027 fertig sein

„Ziel ist es, mit euch im Herbst des nächsten Jahres hier durch den Burggarten zu schlendern“, zeigte die erste Vorsitzende auf, dass die ersten Arbeiten in wenigen Wochen beginnen sollen. Dem Trägerverein ist es wichtig, dass das Projekt von Bürgern für Bürger ist, bei dem sich Jede und Jeder auf vielfältige Art und Weise einbringen kann. „Wir freuen uns über jede Idee zur Umsetzung des Projektes und jede Unterstützung“, motivierte sie die Gäste zum Mitmachen auf. Albert Bömer, im Trägerverein unter anderem zuständig für den historischen Part, berichtete von seiner Befragung in der Nienborger Grundschule. Die Grundschüler äußerten Wünsche nach einem Stellplatz für einen mobilen Eiswagen, einen Wasserspielplatz und einen Platz für Ritterspiele. Mehrere Besucher traten während der Infoveranstaltung dem Trägerverein als Mitglied bei und leisten damit einen finanziellen Beitrag für die Umsetzung des Projektes. Wer dem Verein beitreten möchte, kann dieses unter anderem auf der Webseite https://burggarten-nienborg.de machen. Auch gab es Zusagen einzelner Besucher, sich aktiv bei den Arbeiten einzubringen. Für die Finanzierung des Projektes hat der Trägerverein eine Förderzusage durch LEADER erhalten. Neben viel ehrenamtliche Arbeit muss sich der Verein mit finanziellen Mitteln an dem Projekt beteiligen. Hier erhoffen sie sich auch Unterstützung aus der Bevölkerung. Wer den Verein und das Projekt unterstützen möchte, kann das bei der Crowdfunding-Aktion machen. Informationen und Möglichkeiten der Unterstützung gibt es hierzu auf der Webseite https://www.viele-schaffen-mehr.de/projekte/nienborg

Sven Asmuss
Sven Asmuss
Sven Asmuß, Redakteur, fest im Münsterland verwurzelt, mag den Kontakt zu anderen Menschen und deren spannende Geschichten. Familienmensch und Sportfan.
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