Aus den OrtenWohngebiet „Weberhöfe“: Erschließung schreitet voran

Wohngebiet „Weberhöfe“: Erschließung schreitet voran

Bei einem gemeinsamen Ortstermin informierten sich Bürgermeister Dr. Tom Tenostendarp, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung Joachim Hartmann, stellvertretender Fachbereichsleiter Stadtentwicklung Christian Micheel, Leiter Straßenbau und Grünflächen Matthias Herwing sowie die stellvertretende Leiterin der Stadtplanung Aylin Messing-Branse gemeinsam mit den Fraktionsvorsitzenden Heinz Gewering, Daniel Overkamp, Leon Walfort, Heinz-Josef Ostendorf und Sandra Lentfort und den Vorsitzenden des Bauausschusses, Heinrich Wildenhues und Hendrik Mulder über den aktuellen Stand der Arbeiten. Foto: Stadt Vreden

Auf dem ehemaligen Bierbaumgelände in Vreden entsteht mit den „Weberhöfen“ ein neues Wohnquartier, das künftig unterschiedlichen Generationen und Lebenssituationen ein Zuhause bieten soll. Während die Erschließungsarbeiten bereits angelaufen sind, schreiten auch die Planungen für die zukünftige Wohnbebauung voran. Bei einem Pressetermin am Donnerstag, 15. Oktober 2026, informierte die Stadt Vreden über den aktuellen Stand der Baumaßnahmen und gab einen Ausblick auf die weitere Entwicklung des Quartiers. Vor Ort sahen sich Bürgermeister Dr. Tom Tenostendarp, die Fraktionsvorsitzenden, der Vorsitzende des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses Heinrich Wildenhues sowie Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung den Fortschritt der Baumaßnahmen an.

Umfangreiche Erschließungs- und Straßenbauarbeiten

Mit den im September begonnenen Erschließungsarbeiten werden die infrastrukturellen Voraussetzungen für die zukünftige Bebauung geschaffen. Neben dem Neubau des Spinnereiwegs werden in Zusammenarbeit zwischen der Stadt Vreden und der LokalWerke GmbH auch umfangreiche Kanal- und Versorgungsarbeiten in den angrenzenden Straßen Norbertstraße, Twicklerkamp und Weberstraße durchgeführt.

Die überwiegend in den 1950er- und 1960er-Jahren entstandenen Straßen weisen inzwischen deutliche Abnutzungserscheinungen auf und entsprechen insbesondere hinsichtlich ihres Aufbaus und ihrer Tragfähigkeit nicht mehr den heutigen technischen Anforderungen. Da für die Erneuerung der Abwasserkanäle und Versorgungsleitungen ohnehin umfangreiche Eingriffe in die Straßenflächen notwendig sind, werden diese Maßnahmen mit dem Straßenbau verbunden.

Der voraussichtliche Kostenrahmen für die Erschließung und den Endausbau der genannten Straßen beläuft sich auf insgesamt rund 1,56 Millionen Euro. Davon trägt die Stadt Vreden einen Anteil von rund 338.000 Euro beziehungsweise etwa 22 Prozent.

Unterschiedliche Wohnformen für verschiedene Lebenssituationen

Parallel zu den Erschließungsarbeiten nimmt auch die geplante Wohnbebauung zunehmend Gestalt an. Das Auswahlverfahren für Bauwillige fand im vergangenen Sommer statt. Derzeit laufen die vertraglichen Verhandlungen mit den ausgewählten Investoren.

Mit der weiteren architektonischen Ausarbeitung ist das Büro farwickgrote partner aus Ahaus befasst. Aktuell werden die hochbaulichen Details sowie die Grundrisse der einzelnen Gebäude entwickelt und finalisiert. Das architektonische Konzept hatte bereits im Entscheidungsprozess überzeugt. Besonderer Wert wird auf eine qualitativ hochwertige Gestaltung und ein attraktives Wohnumfeld gelegt.

Geplant ist eine Mischung aus freifinanzierten und öffentlich geförderten Mietwohnungen sowie Eigentumswohnungen. Damit soll ein vielfältiges Wohnangebot entstehen, das unterschiedliche Bedürfnisse und Lebenssituationen berücksichtigt.

Die vorgesehenen Zwei- bis Vierzimmerwohnungen bieten Wohnflächen von rund 56 bis 115 Quadratmetern. Sämtliche Wohnungen werden barrierefrei gestaltet und verfügen über einen privaten Außenbereich in Form einer Terrasse, Loggia oder Dachterrasse.

Attraktive Innenhöfe und hohe Aufenthaltsqualität

Neben der Gestaltung der einzelnen Wohnungen spielt auch die Aufenthaltsqualität im gesamten Quartier eine wichtige Rolle. Die Planungen sehen attraktive Innenhöfe mit Aufenthalts- und Spielmöglichkeiten für Kinder vor. So sollen Orte entstehen, die Begegnungen zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern ermöglichen und das nachbarschaftliche Miteinander fördern.

Auch praktische Anforderungen des Alltags werden berücksichtigt: In den Mehrfamilienhäusern sind Mobilitätsräume vorgesehen, in denen beispielsweise Kinderwagen abgestellt werden können. Darüber hinaus werden ausreichend Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und Mülltonnen eingeplant.

Mit dieser Kombination aus unterschiedlichen Wohnformen, barrierefreier Gestaltung und gemeinschaftlich nutzbaren Außenflächen soll auf dem ehemaligen Bierbaumgelände ein modernes und lebenswertes Wohnquartier entstehen.

Informationen für Wohnungsinteressierte folgen

Wer sich für eine Miet- oder Eigentumswohnung in den zukünftigen Weberhöfen interessiert, muss sich noch etwas gedulden. Die Planungen und vertraglichen Abstimmungen laufen derzeit weiter. Kontaktdaten und Ansprechpersonen für Interessierte werden bekanntgegeben, wenn die Verträge abgeschlossen sind. Die Stadt Vreden wird über die weiteren Entwicklungen informieren.

Sven Asmuss
Sven Asmuss
Sven Asmuß, Redakteur, fest im Münsterland verwurzelt, mag den Kontakt zu anderen Menschen und deren spannende Geschichten. Familienmensch und Sportfan.
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