Dienstag, 24. Juli 2024
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„Notinseln für Kinder“: Ahaus ist jetzt dabei

Marina Bänke (v.l.), Bürgermeisterin Karola Voß und Silke Herbrand vor dem Rathaus, das auch zu den "Notinseln für Kinder" gehört.
Marina Bänke (v.l.), Bürgermeisterin Karola Voß und Silke Herbrand vor dem Rathaus, das auch zu den „Notinseln für Kinder“ gehört.

„Kindern in einer Notsituation Zuflucht und Hilfe zu geben, wenn sie sich verlaufen haben, sich bedroht fühlen oder kleinere Verletzungen haben, ist uns sehr wichtig,“ freut sich das Team von der Stadtparfümerie Pieper über die Teilnahme am Projekt „Notinsel“. Sie waren die Ersten, die das Notinsel-Zeichen an die Eingangstür ihres Geschäfts angebracht haben.

17 Einrichtungen in Ahaus machen schon mit

Mittlerweile nehmen in der Stadt 17 Einrichtungen und Geschäfte teil. Auch sieben Kindergärten sind zur Notinsel geworden und kümmern sich, wenn Kinder Hilfe benötigen. In diesem Fall spenden die Mitarbeiter Trost und Hilfe, informieren entweder die Eltern, das Jugendamt oder die Polizei. Das Ahauser Rathaus ist ebenfalls eine Notinsel.

Kinder erfahren Schutz und Unterstützung

Das Projekt wurde 2002 von der Deutschen Kinderschutzstiftung „Hänsel + Gretel“ gegründet und soll Kindern mit dem Notinsel-Zeichen an der Tür zeigen, dass sie unterwegs – zum Beispiel auf ihrem Schul- oder Nachhauseweg – Schutz und Unterstützung erfahren, wenn sie sich in Gefahr fühlen.

17.000 Notinseln in 230 Städten

An 230 Standorten deutschlandweit signalisieren ca. 17.000 Geschäfte und andere Partner, die das Notinsel-Zeichen an der Tür tragen, den Kindern: „Wo wir sind, bist Du sicher.“ Beteiligte Geschäfte setzen darüber hinaus ein deutliches Zeichen für den Kinderschutz und gegen potenzielle Täter. Neben der konkreten Anlaufstelle haben Notinseln vor allem auch eine wichtige vorbeugende Funktion.

Ahaus nun Teil der Gemeinschaft

Die Stadt Ahaus ist nun auch ein Teil dieser großen Gemeinschaft, die sich für den Schutz und Hilfe für Kinder im öffentlichen Raum einsetzt. „Bitte achten Sie auf das Notinsel-Zeichen an den Eingangstüren der Geschäfte, wenn sie das nächste Mal durch die Stadt bummeln. Wenn nur einem Kind durch das Projekt geholfen wird, hat es sich schon gelohnt,“ so Marina Bänke, Fachbereichsleiterin des Jugendamtes der Stadt Ahaus.

Jugendhilfeausschuss beschloss Umsetzung in Ahaus

In Ahaus hatte im vergangenen Jahr der Jugendhilfeausschuss beschlossen, dass das Projekt Notinsel in Ahaus umgesetzt werden soll. „Das Interesse und die Bereitschaft in Ahaus wächst seitdem immer weiter. Auch in den Ortsteilen sollen Geschäfte und Einrichtungen bald die Möglichkeit bekommen, Notinsel zu werden“, lobt die Kinderschutzbeauftragte, Silke Herbrand, das Engagement vor Ort.  Alle Interessierten können sich bei ihr unter Tel. 02561/72369 melden.

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