Montag, 24. Juli 2024
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Apfelpressung beim Heimatverein Lünten

Bei der Apfelpressung in Lünten wurden sechs Tonne Äpfel und Birnen zu 4.800 Litern Saft verarbeitet.
Bei der Apfelpressung in Lünten wurden sechs Tonne Äpfel und Birnen zu 4.800 Litern Saft verarbeitet.

Eigene Äpfel von der Obstwiese oder aus dem Garten mitbringen und gesunden, frisch gepressten Saft mit nach Hause nehmen. Das ermöglichte der Heimatverein Lünten e.V. wieder am vergangen Samstag, 23. September 2023. Passend zur Erntezeit hat der Heimatverein Lünten wieder die Mobile Saftpresse von Norbert Menke auf den Lüntener Schulhof bestellt.

Sechs Tonnen Äpfel und Birnen bringen 4.800 Liter Saft

Schon seit dem Jahr 2009 bietet der Heimatverein Lünten e.V. allen Bürgern aus Lünten und benachbarten Orten die Möglichkeit, einmal jährlich die gepflückten und gesammelten Äpfel zu verwerten. In Zusammenarbeit mit Norbert Menke wurden am vergangenen Samstag mehr als sechs Tonnen Äpfel und Birnen von rund 40 privaten Kunden zu rund 4.800 Litern Saft gepresst.

Heimatverein verkauft Saft und Kuchen

In der Woche vor der Aktion wurden die vom Vorstand des Heimatvereins und freiwilligen Helfern in Lünten gepflückten Äpfel gepresst, um den Saft anschließend zum Kauf anzubieten. Die Kosten für die Apfelpressung trägt der Heimatverein Lünten. Durch den Verkauf des Saftes und frisch gebackenen Apfelkuchen am Tag der Apfelpressung konnte ein Großteil der Kosten gedeckt werden.

Natürliche Ressourcen nachhaltig verwerten

„Bei dieser Veranstaltung geht es darum, die Ressourcen, die uns in der Natur geboten werden, nachhaltig zu verwerten“, erklärt Werner Grotholt vom Heimatverein Lünten. Jung und Alt können dabei zusehen, wie das Obst gewaschen, zerkleinert und zu haltbaren Saft gepresst wird. Der Saft wird anschließend auf etwa 80° C erhitzt und dann in Flaschen oder Kunststoffbeutel mit praktischem Zapfhahn gefüllt. Aufgrund des Vakuums innerhalb des Kunststoffschlauches ist der Saft auch angebrochen mehrere Wochen haltbar. Farbe und Vitamin C-Gehalt des Saftes bleiben durch seine dunkle Lagerung im Karton erhalten.

Most als Dünger

Zahlreiche Apfelbäume, die bereits vor 25 Jahren durch Lüntener Bürgerinnen und Bürger gepflanzt wurden, säumen die Wirtschaftswege des Dorfes. Sie dienen den Insekten als Nahrungsquelle und tragen zum Erhalt der Artenvielfalt der Tierwelt bei, denn rund um die Obstbäume sind mehrere Hundert verschiedene Tierarten zu Hause, darunter auch Vogelarten, die vom Aussterben bedroht sind. Die reifen Äpfel werden durch die Apfelpressung nachhaltig verwertet. Das ausgepresste Fruchtfleisch, der sogenannte Most, wird der Natur als Düngemittel für die landwirtschaftlich genutzten Felder wieder zugeführt.

Wiederverwertbare Saftkartons

Durch den Einsatz von wiederverwertbaren Saftkartons werden die Umwelt und die Ressourcen geschont. Durch die Einbeziehung von Kindern bei der Aktion lernen diese vieles über Nachhaltigkeit und Verwertung von Obst am Beispiel der Saftgewinnung und dem Backen von Apfelkuchen auf historische Art und Weise.

Das Besondere an dem Projekt des Heimatvereins ist die nachhaltige Verwertung von Lebensmitteln, die die Natur zur Verfügung stellt. Ohne das Engagement des Heimatvereins und der freiwilligen Helferinnen und Helfer würden die Äpfel verderben. Ziel des Heimatvereins ist es dabei auch insbesondere, Kinder für das Thema der Lebensmittelverwertung zu sensibilisieren.

Viele ehrenamtliche Helfer und Helferinnen

Insgesamt sind vor und während der Apfelpressung viele Kinder und engagierte Bürgerinnen und Bürger an der Aktion aktiv beteiligt. Christel Höink, die Vorsitzende des Heimatverein Lünten, bedankte sich zum Ende des ereignisreichen Tages bei allen Helfern und Helferinnen, die mit ihrem vielseitigen ehrenamtlichen Engagement zum tollen Erfolg der Aktion beigetragen haben.

Sven Asmuss
Sven Asmuss
Sven Asmuß, Redakteur, fest im Münsterland verwurzelt, mag den Kontakt zu anderen Menschen und deren spannende Geschichten. Familienmensch und Sportfan.
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