Montag, 24. Juli 2024
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Berkelkraftwerk wird repariert

Beim Berkelkraftwerk konnte die Hydraulikpumpe ausgebaut werden. Foto: Stadt Vreden

Bigbags und Sandsäcke organisieren und mit Kiessand befüllen, Ersatzstauwerk bauen und das Flussbett entrümpeln – das sind nur einige von vielen Schritten, die für die Reparatur des Berkelkraftwerks nötig sind. Ziel ist es, das defekte Hydrauliksystem wieder in Stand zu setzen, damit am Ende das Wasserkraftwerk wieder Strom produzieren kann. Gleichzeitig wird die Möglichkeit genutzt, um weitere Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen an den technischen Systemen durchzuführen.

Untersuchung und Reparatur des Hydraulikzylinders

Dreh- und Angelpunkt der Maßnahmen ist die Untersuchung und Reparatur des Hydraulikzylinders. Dieser wurde am Montagmorgen nach Absenken der Stauklappe ausgebaut und direkt von einer Münsteraner Spezialfirma untersucht. „Erste Rückmeldungen am Dienstagnachmittag haben ergeben, dass der Plan – Stand jetzt – eingehalten werden kann. Es sieht aktuell danach aus, dass die Reparatur erfolgreich sein wird“, so Bernd Brüggemann, Leiter Fachabteilung Gebäude, der die Maßnahme koordiniert.

Wasser wird durch den Ausbach geleitet

Damit der Ausbau überhaupt gelingen konnte, musste das Wasser der Berkel auf Höhe des ehemaligen Busbahnhofs gestaut werden. Die Berkel fließt nun über das Streichwehr auf Höhe Jugendcampus in den Ausbach und im Stadtpark unterhalb des Kraftwerks wieder der Berkel zu. Mit Hilfe von großen Bigbags, Sandsäcken und Siloplane ist dies dem Einsatzteam aus verschiedenen Spezialfirmen aus Vreden und der Region, der Fachabteilung Gebäude und den Kolleginnen und Kollegen des städtischen Bauhofs gelungen die Berkel umzuleiten. In dem weitestgehend trocken gefallenen Flussbett wurde Gerümpel gefunden, beispielsweise ein Cityroller und Fahrräder und entsprechend entsorgt.

Zunächst wurde die Berkel mit Bigbags, Sandsäcken und Plane gestaut und in den Ausbach umgeleitet. Foto: Stadt Vreden

Angelverein unterstützt bei der Fischrettung

Der Angelverein Vreden hat bei der Fischrettung unterstützt. Mit Keschern und Eimern konnten sie einige Rotfedern, Rotaugen, Barsche und Brassen sicher in ausreichend tiefes Gewässer transportieren. Insbesondere ist erfreulich, dass wieder Quappen gesichtet wurden – eine Fischart, die in Deutschland als stark gefährdet gilt. Bürgermeister Dr. Tom Tenostendarp war bei Beginn den Arbeiten vor Ort um sich bei den Beteiligten, insbesondere den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, zu bedanken.

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