Sonntag, 24. Juli 2024
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Brustschmerz-Ambulanz am Ahauser Krankenhaus

Über den erfolgreichen Start der neuen Ahauser Brustschmerz-Ambulanz freuen sich in den neuentstandenen Räumlichkeiten (v.l.n.r.): Natascha Abbing-Winkelhaus (Projektleiterin), Florian Renner (Leiter Intensivstation), Dr. Alessandro Cuneo (Chefarzt I. Medizinische Klinik für Kardiologie und Angiologie), Markus Frieling (Krankenhausdirektor) und Ioana Zadori (Oberärztin I. Medizinische Klinik für Kardiologie und Angiologie).
Über den erfolgreichen Start der neuen Ahauser Brustschmerz-Ambulanz freuen sich in den neuentstandenen Räumlichkeiten (v.l.n.r.): Natascha Abbing-Winkelhaus (Projektleiterin), Florian Renner (Leiter Intensivstation), Dr. Alessandro Cuneo (Chefarzt I. Medizinische Klinik für Kardiologie und Angiologie), Markus Frieling (Krankenhausdirektor) und Ioana Zadori (Oberärztin I. Medizinische Klinik für Kardiologie und Angiologie).

Bei plötzlich auftretenden Schmerzen in der Brust oder akuter Atemnot sind eine schnelle Diagnose und kurze Wege besonders wichtig. Hinter den Beschwerden kann ein Herzinfarkt oder eine andere schwere Erkrankung stecken. Um Patientinnen und Patienten mit diesen Symptomen optimal zu versorgen, hat das St. Marien-Krankenhaus Ahaus eine spezialisierte Brustschmerz-Ambulanz („Chest Pain Unit“, CPU) eingerichtet. Die Implementierung der hochmodernen Diagnostik- und Therapieeinheit unterstreicht die umfangreiche kardiologische Versorgung am Ahauser Krankenhausstandort.

Brustschmerzen sind ein echtes Alarmsignal

„Brustschmerzen sind der häufigste Grund für Patienten, ärztlichen Rat aufzusuchen“, erläutert Dr. Alessandro Cuneo, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Angiologie im Ahauser Krankenhaus. „Sie sind ein echtes Alarmsignal. Zwar kann eine Vielzahl von Krankheiten als Ursache in Frage kommen, die oft vergleichsweise harmlos sind, allerdings sind Brustschmerzen in einigen Fällen Vorboten ernster, gar lebensbedrohlicher Erkrankungen.“ Aus diesem Grund verfolgte das Ahauser Krankenhaus das Ziel, Beschwerden dieser Art noch besser und gezielter diagnostizieren sowie behandeln zu können.

Hochmoderne innerklinische Brustschmerz-Ambulanz

Das interdisziplinäre Projektteam setzte sich unter anderem aus Kardiologen, speziell ausgebildeten Pflegekräften, dem Qualitätsmanagement und Vertretern des Rettungsdienstes zusammen. Sie richteten nun in Form der CPU eine hochmoderne innerklinische Brustschmerz-Ambulanz im Ahauser Krankenhaus ein. Besonders akute oder neuauftretende Brustschmerzen lassen sich in der eigenständigen Einheit, der vier Behandlungsplätze zugeteilt sind, abklären. „Ich bin sehr erfreut über die erfolgreiche Inbetriebnahme unserer CPU“, erklärt Dr. Cuneo. Der Chefkardiologe ergänzt: „Dieser wichtige Schritt erweitert die Notfallversorgung von Patienten mit Brustschmerzen in Ahaus und der Region. Insbesondere akute Koronarsyndrome wie beispielsweise Herzinfarkte oder Herzbeklemmungen können in unserer CPU schnell identifiziert und zielgerichtet behandelt werden. Dabei profitieren wir und nicht zuletzt unsere Patienten von dem hervorragenden Zusammenspiel unserer Kardiologie mit der Zentralen Notaufnahme und anderen Spezialabteilungen.“

Teilbereich der neuen Intensivstation

Die CPU ist im neugebauten Teilbereich der Intensivstation auf der ersten Etage verortet. Sie verfügt somit über eine enge Anbindung an die Zentrale Notaufnahme (ZNA) und den kardiologischen Fachbereich mit seiner Funktionsdiagnostik und dem Linksherzkathetermessplatz (LHKM). Dies ermöglicht eine optimale Kooperation der wichtigsten Schnittstellen und schnelles medizinisches Handeln bei zeitkritischen Erkrankungen. Das Ahauser Krankenhaus strebt als nächsten Schritt die erfolgreiche Zertifizierung der CPU durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DKG) an.

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