
Am Sonntag, 16. November 2025, zeigte die Gruppe des inklusiven VHS-Theaterprojekts unter Leitung der bildenden Künstlerin und Performerin Helena Hartmann, was sie seit dem Frühjahr vorbereitet hatte. Der Titel der Aufführung lautete „Toleranz! Die Theatercollage“.
Abwechslungsreiches buntes Programm
Vor der voll besetzten Tonhalle wurden selbst geschriebene Texte, Raps, Gesang und Tanzchoreografien gezeigt. Mehrere Kostümwechsel, der kreative Einsatz von Requisiten sowie einzelne Szenen mit Schwarzlicht und ein Schattentheater sorgten für ein abwechslungsreiches buntes Programm. Helena Hartmann moderierte durch den Nachmittag. Sie stellte die einzelnen Darsteller und Darstellerinnen vor und erläuterte die Hintergründe zu einzelnen Texten, Szenen und Kostümen, die von der Gruppe selbst entwickelt wurden.
Nicht nur Unterhaltung, sondern auch Gesellschaftskritik
Die inklusive Gruppe legte jedoch nicht nur Wert auf Unterhaltung, sondern äußerte sich auch gesellschaftskritisch. Ihre Forderungen und Wünsche bezogen sich auf mehr Toleranz unter den Menschen und Frieden in der Welt. Diese Botschaft ist bei dem begeisterten Publikum sehr gut angekommen. Die Zuschauer klatschten und feierten die mitreißenden Songs ausgiebig mit, es gab aber auch mehrere sehr emotionale Momente. Zum Beispiel als der Darsteller Ben Wagner das Lied „Niemals dran gezweifelt“ von Udo Lindenberg als Überraschung für seine Mutter in Gebärdensprache performte. Nach dem mehr als zweistündigen Programm gab es Standing Ovations, Glückwünsche und viele glückliche Gesichter.

Projekt endet vorerst
Das vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW geförderte Projekt endet vorerst mit diesem Auftritt. Wie Barbara Nienkemper, Mitarbeiterin des aktuellen forum Volkshochschule versicherte, ist der Antrag auf ein Folgeprojekt für das kommende Jahr allerdings schon gestellt.
Ausstellung mit Zeichnungen und Malereien
Zusätzlich zur Aufführung wurden in dem Projekt Zeichnungen und Malereien für eine Ausstellung zum Thema Toleranz erstellt. Dazu haben auch Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus dem Raum Ahaus beigetragen, die am Tag des guten Lebens auf der Wallstraße gemeinsam mit der Theatergruppe die Kunstwerke angefertigt haben. Die Ausstellung ist noch bis zum 19. Dezember im VHS-Haus Ahaus, Vagedesstraße 2 zu sehen. Nach den Weihnachtsferien bis zum 16. Januar können die selbst erstellten Kunstwerke zu den Öffnungszeiten in der Anmeldung der Volkshochschule abgeholt werden.
