Sonntag, 24. Juli 2024
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Ehrenbürgermeister Hermann Pennekamp wird 80 Jahre

Vredens Ehrenbürgermeister Hermann Pennekamp wird am 19. Juni 2024 80 Jahre alt. Auch im Ruhestand ist er noch sehr aktiv, zum Beispiel als Vorsitzender der Bürgerstiftung.
Vredens Ehrenbürgermeister Hermann Pennekamp wird am 19. Juni 2024 80 Jahre alt. Auch im Ruhestand ist er noch sehr aktiv, zum Beispiel als Vorsitzender der Bürgerstiftung.

Vredens Ehrenbürgermeister Hermann Pennekamp wird am 19. Juni 2024 80 Jahre alt. Der gebürtige Vredener war über 40 Jahren in der Kommunalpolitik aktiv. Er war der letzte ehrenamtliche und der erste hauptamtliche Bürgermeister der Stadt Vreden und ist auch heute noch als Vorsitzender in der Bürgerstiftung Vreden für das Wohl seiner Heimatstadt aktiv tätig.

Seit 1969 kommunalpolitisch aktiv

Bereits seit 1969 hatte der Jubilar sich in der Kommunalpolitik engagiert, der Ortsausschuss für das ehemalige Gebiet der Gemeinde Ammeloe und der Familien- und Sozialausschuss gehörten zu den ersten Gremien, in denen er die Interessen der Bürgerinnen und Bürger vertrat. Als Ratsmitglied und sachkundiger Bürger war er in zahlreichen städtischen Ausschüssen, Kommissionen und auch in Gremien von Organisationen, Vereinen und Verbänden tätig. Die Mitgliedschaft im Bau- und Planungsausschuss währte 24 Jahre, 9 Jahre davon als Vorsitzender, die im Umlegungsausschuss 14 Jahre.

Fünf Jahre Ehrenamtlicher Bürgermeister, dann zehn Jahre Hauptamtlicher

Ehrenamtlicher Bürgermeister war Hermann Pennekamp von 1994 bis 1999 und bereits in der Wahlperiode von 1975 bis 1979 zweiter stellvertretender Bürgermeister. Nach Abschaffung der Doppelspitze Bürgermeister – Stadtdirektor gewann Hermann Pennekamp seine erste Direktwahl zum Bürgermeister der Stadt Vreden im Jahr 1999 mit 52,0 %, seine zweite Wahl im Jahr 2004 mit 59,9 %.

Immer direkten Kontakt zu den Bürgern gesucht

Erst als sachkundiger Bürger, dann als Ratsmitglied und anschließend als Bürgermeister hat Hermann Pennekamp immer den direkten Kontakt zu den Vredenerinnen und Vredenern gesucht. Diese intensiven Kontakte verschafften ihm die notwendigen Informationen, um die Interessen der Bürgerschaft, der Industrie, des Handwerks und des Handels, der verschiedensten Institutionen, der Vereine und Verbände kennenzulernen und zum Wohl der Stadt Vreden um zu setzen.

Weitblick, langer Atem und Kontinuität

Sein Weitblick, langer Atem und seine Kontinuität waren für die langjährige kommunalpolitische Arbeit von großer Bedeutung. So begleitete er zum Beispiel die Planungen und die Fertigstellung des inneren und äußeren Ringes von Anfang der Planungen in den 70-er Jahren bis zur Fertigstellung des letzten Teilstücks der Umgehungsstraße im Jahr 2006. Als „Macher“, „unermüdlich im Einsatz für Vreden und auch für den Kreis Borken“ und jemanden, der andere für seine Ziele begeistern könne und mit Herzblut dabei sei, lobte anlässlich der Verabschiedung im Jahre 2009 Landrat Dr. Kai Zwicker den scheidenden Bürgermeister.

Bewegte Amtszeiten

Viel ist während seiner zwei Amtszeiten als hauptamtlicher Bürgermeister in Vreden geschehen, sei es das Schneechaos, bei dem unter hohem Druck zügig Entscheidungen getroffen werden mussten, die Feierlichkeiten zum Stadtjubiläum 2002, der Neubau des Hallenbades und des Feuerwehrgerätehauses oder die Einführung der mittlerweile nun schon zum fünften Mal durchgeführten und sehr erfolgreichen Wirtschaftsschau. Die Erweiterung der Industrie- und Gewerbegebiete, die Verlegung der ersten Glasfaserkabel, die Veränderungen in der Schullandschaft mit der Gründung der Realschule und der Dörfer übergreifenden Hamaland-Schule; diese Aufzählung zeigt einen kleinen Ausschnitt der zahlreichen und vielfältigen Aufgabenbereiche die der Ehrenbürgermeister zu bearbeiten hatte.

Steckenpferd Bodenordnungsverfahren

Seit 1967 bis heute, also seit fast 60 Jahren beschäftigt er sich mit Bodenordnungsverfahren. Das sind Aufgaben der Flurbereinigung, die die Eigentums- und Besitzverhältnisse regeln und damit Teile der Bodenreform umfassen. Das wiederum ist die Grundlage, dass Flächen für die Umgehungsstraße oder auch die ersten Teile für das Industriegebiet Gaxel ausgewiesen werden konnten – somit war und ist er als Vorsitzender bzw. stellvertretender Vorsitzender mehrerer Flurbereinigungsverfahren im Westmünsterland maßgeblich beteiligt, die zur Verbesserung der ländlichen Infrastruktur, der Stadtentwicklung sowie der Renaturierung des Flusses Berkel führten.

Auch im Ruhestand noch immer aktiv

Auch in seinem Ruhestand ist Hermann Pennekamp noch sehr aktiv, so ist er als Gründungsmitglied und Vorsitzender in der Bürgerstiftung Vreden tätig. Hier setzt er sich insbesondere für den Garten der Ruhe, das Bauernhausmuseum oder die erst kürzlich eingeweihte Trauertrostbank am Friedhof ein. Projekte aus den Bereichen Bildung, Jugend und Familie, Kunst, Umwelt und Naturschutz sowie Brauchtum und Heimatpflege und Soziales sind seine Leidenschaft.

„Vreden hat Hermann Pennekamp eine Menge zu verdanken“

„Hermann Pennekamp haben wir in Vreden eine Menge zu verdanken. Mit vollem Engagement setzt er sich bis heute für die unterschiedlichsten Belange unserer Stadt ein. Wir sind unserem Ehrenbürgermeister dankbar für sein Engagement und freuen uns, dass wir mit ihm seinen 80. Geburtstag feiern dürfen“, so Bürgermeister Dr. Tom Tenostendarp.

Ehrentag im Kreise der Familie

Seinen Ehrentag feiert Hermann Pennekamp mit Familie, Freunden und Bekannten in Kleinemast auf seinem Hof, wo er vor 80 Jahren auch geboren ist und seitdem dort lebt.

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