Donnerstag, 24. Juli 2024
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Findus macht Karriere im Vredener Krankenhaus

Auszeichnung mit „Wau“-Effekt: Die Freude über die bestandene Teamausbildung für tiergestützte Intervention von Therapiehund Findus und Chefärztin Dr. Christiane Bäcker (vorne, 2.v.r.) ist bei allen Beteiligten groß.
Auszeichnung mit „Wau“-Effekt: Die Freude über die bestandene Teamausbildung für tiergestützte Intervention von Therapiehund Findus und Chefärztin Dr. Christiane Bäcker (vorne, 2.v.r.) ist bei allen Beteiligten groß.

Seitdem er im April 2022 im Alter von rund zwei Monaten erstmals eine Pfote ins Vredener Krankenhaus setze, ist Findus auf eine beachtliche Größe gewachsen. Seiner Beliebtheit bei Patienten und Mitarbeitenden hat dies keineswegs geschadet – ganz im Gegenteil. Der Therapiehund, der mittlerweile fester Bestandteil vieler Behandlungskonzepte in der Klinik für Akutgeriatrie und Frührehabilitation ist, hat gemeinsam mit seinem Frauchen, der Chefärztin und stellvertretenden ärztlichen Direktorin Dr. Christiane Bäcker, nun die nächste Hürde gemeistert. Das eingespielte Duo schloss die Teamausbildung für tiergestützte Intervention erfolgreich ab.

Straffes Ausbildungsprogramm

Zusammen mit Findus durchlief Dr. Christiane Bäcker ein straffes Ausbildungsprogramm am Ahauser Institut für tiergestützte Interventionen und Weiterbildung. Die Abschlussprüfung setzte sich zum einen aus einer schriftlichen Abfrage der Lehrinhalte sowie zum anderen aus einem praktischen Test zusammen: „Wie im realen Arbeitsalltag wurde dabei vor allem das Verhalten von Findus im Krankenhaus, speziell in der Interaktion mit Patienten, unter die Lupe genommen“, erklärt die Chefärztin.

Mehrwert im Behandlungsprozess

Unbeeindruckt von der Prüfungssituation bewies der Border Collie, dass er in verschiedenen Therapieformen bereits fest integriert ist und in den vielen Interaktionen zwischen Mensch und Hund einen großen Mehrwert im Behandlungsprozess bietet. „Der Einsatz von tiergestützter Therapie kann Selbstvertrauen, Motivation, Interaktion und emotionales Wohlbefinden der Patienten steigern und gleichzeitig Gefühle wie Stress, Einsamkeit und Isolation reduzieren“, berichtet Dr. Christiane Bäcker. Die Medizinerin wird von der vierbeinigen Fellnase mittlerweile regelhaft zur Patientenvisite begleitet.

Selbstständigkeit und Mobilität erhalten und wiederherstellen

„Im Mittelpunkt der therapeutischen Behandlung unserer geriatrischen Patienten steht das Ziel, ein Höchstmaß an Selbstständigkeit und Mobilität zu erhalten bzw. wiederherzustellen und Patienten am Ende der Behandlung wieder in ihr gewohntes Umfeld entlassen zu können. Damit unsere oftmals multimorbiden Patienten im Rahmen der Therapie jedoch motiviert und zugänglich sind, gelingt es Findus teilweise allein schon durch seine Anwesenheit, die Zurückhaltung und Ablehnung bei unseren Patienten verschwinden lassen.“

Konzept zur Einbeziehung tiergestützter Intervention

Dass Findus im Rahmen der Ausbildung zu einem integralen Bestandteil vieler Behandlungen wurde, ist vor allem auf die strukturierte Ausarbeitung eines Konzeptes zur Einbeziehung tiergestützter Intervention zurückzuführen. Bereits ein dreiviertel Jahr vor dem Start von Findus begann Pflegedienstleiterin Marion Rengers mit der umfangreichen Vorbereitung. „Die Erstellung eines speziellen Hygieneplanes, die Schulung des Krankenhauspersonals sowie der kontinuierliche Austausch mit Gesundheits- und Veterinärämtern sind nur einige der Aufgaben, denen wir uns im Vorfeld widmen mussten. Der erfolgreiche Abschluss der Ausbildung zur tiergestützten Intervention und die freudigen Gesichter vieler unserer Patienten, wenn sie Findus sehen, unterstreichen, dass dieses Projekt ein voller Erfolg ist.“

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