
Auf der Suche nach hübschen und ebenso insektenfreundlichen Vorgartengestaltungen hatte die Stadt Ahaus Vorgartenbesitzer*innen im Mai dazu aufgerufen, Fotos ihrer Schmuckstücke an die Stabsstelle Klimaschutz zu senden. Insgesamt gingen 20 Beiträge aus Ahaus und den Ortsteilen ein. Die Jury hat aus den vielfältigen Einsendungen die fünf schönsten Vorgärten ausgewählt. Bewertet wurden die Vorgärten hinsichtlich der folgenden Bewertungskriterien: Allgemeiner und funktionaler Gesamteindruck, Vielseitigkeit und Artenreichtum, standortgerechte Pflanzenverwendung
Fünf Gewinner bestimmt
Über einen Ahaus-Gutschein im Wert von 100 Euro dürfen sich jeweils freuen:
– Mechthild und Franz Marpert
– Alexander Helfenstein
– Theresia Behnke
– Nadine und Ralf Baumeister
– Sabine und Markus Verweyen
Garten als Ort der Freude
Für Franz Marpert ist sein Garten ein Ort der Freude. Als es um die Frage nach dem Pflegeaufwand geht, winkt er energisch ab. Der Garten gibt ihm viel und ist zu seinem Lieblingshobby geworden. Obwohl seine Frau Mechthild nicht von jeder gärtnerischen Entscheidung überzeugt ist, stärkt sie ihrem Mann den Rücken und lässt sich gerne von den üppig wachsenden Pflanzen berühren. Einen besonderen Vorteil des vielfältigen Gartens stellt Franz Marpert vor Ort vor: Im Handumdrehen sind wunderschöne Blumensträuße aus garantiert lokaler Herkunft zusammengesteckt.
Klare Strukturen
Der Vorgarten von Nadine und Ralf Baumeister weist eine klare Struktur auf. Darauf aufbauend, berichtet Nadine Baumeister, konnte dieser jetzt nach und nach mit insektenfreundlichen Stauden ergänzt werden. Auch der Gewinn wurde direkt für neue Pflanzen eingeplant.
Lebensraum für zahlreiche Insekten
Der Vorgarten von Theresia Behnke präsentiert sich auch aufgrund seiner Größe als besonders vielfältig. Auf dem Eckgrundstück finden sich viele verschiedene Pflanzen, die Lebensraum für zahlreiche Insekten bieten. Die Jury lobte den lockeren Stil. Die Natur erhält hier die Möglichkeit, Raum zurückzuerobern. Auch Theresia Behnke berichtet, wie viel Freude ihr der Garten bereitet und dass sie immer wieder gerne neue Stauden mitbringt und anpflanzt. So entwickelt sich auch dieser Garten ständig weiter.
Vor zwei Jahren war der Vorgarten noch großflächig geschottert
Der Garten von Sabine und Markus Verweyen war für die Jury besonders spannend: Noch vor zwei Jahren war der Vorgarten großflächig geschottert. Heute summt und brummt es auf vielen verschiedenen Blütenpflanzen, zwischen Gräsern und an kleinen Gehölzen. Sabine Verweyen freut sich jeden Tag neu über die Umgestaltung und Markus Verweyen ist aufgefallen, dass der Garten nun, vor allem im Sommer, spürbar kühler ist.
Generationenübergreifendes Projekt
Alexander Helfenstein hat mit seiner Familie ein generationenübergreifendes Projekt aus dem Vorgarten gemacht: Drei Generationen gestalten und pflegen den Garten mit Natursteinelementen und Gehölzen, die auch verschiedenen Tieren als Lebensraum dienen, gemeinsam. Der ausgebildete Fotograf und Gärtner hat im Wettbewerb sein Geschick in beiden Disziplinen bewiesen.
Wichtiger Beitrag zum Klimaschutz
Begrünte und naturnah gestaltete Vorgärten sind nicht nur schön anzusehen, sie leisten auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zum Erhalt der Artenvielfalt. All das können geschotterte Beetflächen nicht bieten. Im Gegenteil, die leblosen Steinwüsten tragen zur Erhitzung der Wohngebiete bei. Für Leute, die ihren Schottergarten zu einem blühenden Insektenparadies umgestalten möchten, bietet die Stadt Ahaus ein Förderprogramm an. Damit wird der Umbau des Schottergartens in einen naturnahen Garten mit bis zu 1.000 Euro gefördert. Vor dem Umbau wird eine Rücksprache mit der Stabsstelle Klimaschutz dringend empfohlen, um eine Ablehnung des Antrags zu vermeiden.
Die Stabsstelle Klimaschutz gratuliert den Siegern des Wettbewerbs und ist offen für Anregungen und erreichbar unter 72-406 oder klima@ahaus.de
