Montag, 26. Februar 2026
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Gelungenes Neujahrskonzert der Husaren

Das Neujahrskonzert der Husarenkapelle in der Stadtlohner Stadthalle war gelungen.
Das Neujahrskonzert der Husarenkapelle in der Stadtlohner Stadthalle war gelungen.

Der musikalische Jahresauftakt 2026 ist gelungen. Während es draußen stellenweise glatt war, lief das Konzert der Stadtlohner Husaren in der Stadthalle ohne jeden Ausrutscher. Den Auftakt gestaltete das Jugendorchester, die HuMus. Für ihren Dirigenten Ulrich Meyering war es das erste Konzert mit dem Ensemble, das er souverän leitete und charmant moderierte. Besonders herzlich wirkte seine Einladung an die jungen Gäste, sich zu den Musiker:innen auf die Bühne zu setzen und echtes Orchesterfeeling zu erleben. Die Stadtlohner Husaren freuen sich über jedes neue Mitglied – sowohl bei den HuMus als auch im Hauptorchester.

Auftakt durch die „HuMus“

Die HuMus eröffneten den Abend eindrucksvoll mit „Freude schöner Götterfunken“ aus Beethovens „Ode an die Freude“ und bekannten Melodien aus „Pirates of the Caribbean“. Mit „Land of the Pharaohs“ von Kees Vlak zeigten sie, welches Potenzial im Nachwuchs steckt – das begeisterte Publikum forderte prompt eine Zugabe.

Erfolgreich D1-Prüfung abgelegt

Große Freude herrschte auch über die musikalischen Erfolge der jungen Talente: Elf Kinder aus den Reihen der HuMus haben erfolgreich die D1‑Prüfung des VMB abgelegt. Ausgezeichnet wurden: Lukas Bockhorn, Jakob Brillert, Anna Garwert, Willem Harmeling, Peter Hecking, Lasse Kappelhoff, Svea Kappelhoff, Max Mensing, Lotta Spoltmann, Julius Valtwies und Friederike Winkelhaus.

Lukas Bockhorn, Jakob Brillert, Anna Garwert, Willem Harmeling, Peter Hecking, Lasse Kappelhoff, Svea Kappelhoff, Max Mensing, Lotta Spoltmann, Julius Valtwies und Friederike Winkelhaus haben die D1-Prüfung bestanden.
Lukas Bockhorn, Jakob Brillert, Anna Garwert, Willem Harmeling, Peter Hecking, Lasse Kappelhoff, Svea Kappelhoff, Max Mensing, Lotta Spoltmann, Julius Valtwies und Friederike Winkelhaus haben die D1-Prüfung bestanden.

Hauptorchester startet kraftvoll

Das Hauptorchester startete kraftvoll mit dem „Huzarenmarsch“ von Hendrik Karels – ein Werk, das wie geschaffen scheint für die Stadtlohner Husaren. Auch „Viktoria und ihr Husar“ von Paul Abraham passte namentlich wie musikalisch perfekt zum Ensemble. Neben schwungvollen Märschen und eleganten Walzern erklangen temporeiche Tanzmusik und Foxtrott‑Rhythmen. Besonders hervor traten Max Ostendorf (Trompete) und Anke Schwietering (Klarinette) mit ausdrucksstarken Solo‑Passagen. Beim „Ägyptischen Marsch“ von Johann Strauss bewies das Orchester eindrucksvoll, wie viel Spannung auch in leisen Tönen liegen kann – das Publikum hielt den Atem an.

Explodierende Klangfülle entfaltet sich

Nach der Pause wurde es moderner: In „Backdraft“ entfaltete sich eine förmlich explodierende Klangfülle, während bei „Sailing“ die Trompeten glänzten. In „Tina on Stage“ überzeugten neben den Trompeten auch Marike Frechen, Nicole Hillenkötter und Marion Osterholt mit ihren Saxophon‑Soli in „Simply the Best“ und „Proud Mary“. Das Querflötenregister meisterte die technisch anspruchsvolle Eröffnungspassage im „Drunken Sailor“-Arrangement von Bart Picquer mit Bravour.

Abschluss mit Medley „Sax, Wind and Funk“

Den offiziellen Abschluss bildete das funkig‑jazzige Medley „Sax, Wind and Funk“ – mit Klassikern wie „September“, „Spinning Wheel“ und „Birdland“. Das sechsköpfige Saxophonregister stand dabei im Mittelpunkt und begeisterte mit nahezu durchgehend solistischen Passagen und voller Klangkraft. Eine humorvolle Einlage, in der das Orchester kurzzeitig „aus der Reihe tanzt“, sorgte für Lacher, bevor Dirigent Roman Reckling das Ensemble wieder zusammenführte.

Abschied von Roman Reckling – Einstieg von Stefan Wardemann

Roman Reckling (l.) übergab den Dirigentenstab an Stefan Wardemann.
Roman Reckling (l.) übergab den Dirigentenstab an Stefan Wardemann.

Die Zugabe, der traditionelle „Radetzky‑Marsch“ von Johann Strauss, überraschte diesmal mit einem besonderen Twist: Nach der Einleitung wechselte das Orchester plötzlich zu „Ein Leben lang“ – ein musikalischer Abschiedsgruß an Roman Reckling, der nach 965 Tagen das Dirigat abgibt. Gemeinsam mit Musiker:innen aus Laer wurde dieser Moment zu einer emotionalen Verabschiedung, bei der einige Tränen flossen. Den festlichen Schlusspunkt setzte der neue Dirigent Steffen Wardemann mit dem Traditionsstück „Der treue Husar“, das er erstmals vor Publikum leitete.

Ehrennadeln für langjährige Mitglieder

Für ihre langjährige Treue wurden Linus Frechen (10 Jahre), Cornelia Schulte (20 Jahre) und Michael Schulze‑Everding (25 Jahre) mit den Ehrennadeln des VMB in Bronze und Silber geehrt. Eine gelungene Überraschung und ein würdiger Start in ein neues musikalisches Kapitel der Stadtlohner Husaren.

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