Donnerstag, 26. Januar 2026
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Gemeinsame Pflegeaktion im Naturschutzgebiet

Die Freiwilligen von Kreisjägerschaft, Biologischer Station Zwillbrock und Unterer Naturschutzbehörde des Kreises Borken haben im Naturschutzgebiet gearbeitet.
Die Freiwilligen von Kreisjägerschaft, Biologischer Station Zwillbrock und Unterer Naturschutzbehörde des Kreises Borken haben im Naturschutzgebiet gearbeitet.

Zu einem Biotoppflegetag haben sich jetzt Jägerinnen und Jäger der Kreisjägerschaft Borken mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Borken sowie der Biologischen Station Zwillbrock getroffen: Im Naturschutzgebiet „Eper-Graeser Venn“ fanden sich dazu samstags trotz der schlechten Wetterprognose rund 40 Freiwillige ein, um für den Natur- und Landschaftsschutz mitanzupacken.

Einweisung durch Fachleute der Unteren Naturschutzbehörde

Nach kurzer Einweisung durch die Fachleute der Unteren Naturschutzbehörde ging es mit Motorsägen, Freischneidern, Astscheren und Hacken dem aufkommenden Gehölzaufwuchs im Venn und den Heideflächen „an den Kragen“. Ziel der gemeinsamen „Entkusselungsmaßnahmen“ ist es, wertvolle Moor- und Heideflächen zu pflegen und eine Weiterentwicklung dieser Lebensraumtypen anzustoßen. So entziehen aufkommende Bäume wie Birken dem Moorkörper kontinuierlich Wasser, welches zum Beispiel von Torfmoosen zum Wachstum benötigt wird. Im Rahmen des Pflegeeinsatzes erfolgte auch die Besichtigung einer Fläche mit „lebendem Hochmoor“. Patrick Lückel, Mitarbeiter im Fachbereich Natur und Umwelt, stellte den Teilnehmenden die botanischen Besonderheiten des Gebietes wie Torfmoose, Moosbeere und Glockenheide vor. Gemeinsam wurde den ganzen Vormittag Hand in Hand gearbeitet, um die wertvollen Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten zu erhalten und aufzuwerten.

Mehr als ein halber Hektar von jungen Gehölzen befreit

Das Naturschutzgebiet „Eper-Graeser Venn“ hat eine Gesamtfläche von rund 366 Hektar, das darin liegende FFH-Gebiet „Graeser Venn – Gut Moorhof“ umfasst knapp 80 Hektar. Mehr als 0,5 Hektar davon wurden im Rahmen des Pflegeeinsatzes von aufkommenden jungen Gehölzen befreit. Solche Pflegeeinsätze werden regelmäßig mit dem NABU, aber auch mit Schulklassen, Freiwilliger Feuerwehr oder lokalen Vereinen durchgeführt. Die Kooperation mit der Kreisjägerschaft fand erstmalig statt – die Resonanz war sehr gut und alle Seiten konnten sich eine Wiederholung vorstellen. Die Tageserlöse für ihren Arbeitseinsatz spenden die Jägerinnen und Jäger dem Deutschem Kinderhospizverein e. V..

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