Aus den OrtenAhaus„Grünlandexkursion“ im Witte Veen in Ahaus-Alstätte

„Grünlandexkursion“ im Witte Veen in Ahaus-Alstätte

Einblicke in die Grünlandexkursion mit dem Gymnasium Georgianum Vreden.
Einblicke in die Grünlandexkursion mit dem Gymnasium Georgianum Vreden.

29 Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse des Gymnasium Georgianum in Vreden machten sich jetzt auf den Weg an den Rand des Naturschutzgebiets Witte Veen in Ahaus-Alstätte. Ziel: Eine „Grünlandexkursion“ mit der Stiftung Kulturlandschaft Kreis Borken. Im Mittelpunkt der Exkursion stand nach einer inhaltlichen Einführung durch Stefan Kranz, Mitarbeiter der Stiftung Kulturlandschaft, das praktische Arbeiten.

Vegetationsaufnahmen auf Wiesen

In Kleingruppen ging es für die Schülerinnen und Schüler des Biologie-Leistungs- beziehungsweise Grundkurses darum, auf drei Wiesen Vegetationsaufnahmen zu machen, Pflanzen zu bestimmen und deren Bestände zu bewerten, um abschließend eine Beurteilung des Grünlandbestandes vorzunehmen. Begleitet wurden sie dabei von Biologie-Lehrerin Christina Benninghaus.

Unterschiede und Gemeinsamkeiten angesehen

Im Biologie-Unterricht stand für die Schülerinnen und Schüler zuletzt das Thema „Grünlandbewirtschaftung – Extensive vs. Intensive landwirtschaftliche Flächen“ auf dem Plan. Um sich die Unterschiede und Gemeinsamkeiten genau anzusehen, führten die Mitarbeiter der Stiftung Kulturlandschaft mit ihnen sogenannte Kartierungsübungen durch. Die Schülerinnen und Schüler sahen sich dazu Probequadrate (kleine quadratische Flächen von 1 x 1 Meter Größe), die nach dem Zufallsprinzip ausgewählt werden, auf den Feldern genau an: Welche Pflanzen wachsen dort? Wie hoch ist die prozentuale Verteilung der unterschiedlichen Gräser, Kräuter und Leguminosen (Hülsenfrüchtler wie z. B. Klee)? Wie ist die Artenvielfalt?

Vielfalt und Ausbreitung der Arten

Löwenzahn, Wilde Möhren, Wiesenmagerite, Glatthafer oder Deutsches Weidelgras – die Vielfalt und Ausbreitung der Arten wurde schnell deutlich. Ziel war es, den Futterwert der Flächen anhand der Pflanzen zu ermitteln und so die Wirtschaftlichkeit der Flächen zu bestimmen. Zum Ende hin war allen klar, warum es hierzulande mehr intensive und weniger extensive landwirtschaftliche Flächen gibt. Denn: Intensive Wiesen werden regelmäßig gedüngt, oft gemäht (bis zu sechsmal im Jahr) und bieten energiereiches Futter für viele Tiere. Extensive Grünlandflächen haben einen geringeren Ertragswert, aber eine höhere Artenvielfalt.

Informationen über Naturschutz und Landschaftspflege

Das Resümee der Schülerinnen und Schüler nach dem Ende der Kartierungsübungen war durchweg positiv: „In der Praxis versteht und sieht man viel schneller die Unterschiede in der Bewirtschaftung.“ „Ziel der Stiftung ist es unter anderem über Naturschutz und die Landschaftspflege zu informieren. Und wenn wir dann noch Schülerinnen und Schüler ihren Stoff aus dem Biologie-Unterricht praktisch näherbringen können, passt es gut zusammen“, betonte Stefan Kranz nach der Exkursion.

Zum Hintergrund: Stiftung Kulturlandschaft Kreis Borken

Die im Jahr 2004 gegründete „Stiftung Kulturlandschaft Kreis Borken“ verfolgt das Ziel, die historisch gewachsene Kulturlandschaft des Westmünsterlandes zu erhalten, zu pflegen und zu entwickeln. Im Zuge dieses kreisweit abgestimmten Kompensationsflächen-Managements agiert sie zugleich als verlässlicher Partner für Landwirtschaft, Wirtschaft und Kommunen.

Sven Asmuss
Sven Asmuss
Sven Asmuß, Redakteur, fest im Münsterland verwurzelt, mag den Kontakt zu anderen Menschen und deren spannende Geschichten. Familienmensch und Sportfan.
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