Freitag, 24. Juli 2024
Aus den Orten"Handwerker" wollten PIN-Code und WhatsApp-Betrug verfängt

„Handwerker“ wollten PIN-Code und WhatsApp-Betrug verfängt

Polizei NRW Innenministerium NRW Foto: Jochen Tack

In Stadtlohn gab es gleich zwei Betrugsversuche: Ein mehr als zweifelhaftes Verhalten haben zwei angebliche Handwerker am Mittwoch in Stadtlohn an den Tag gelegt. Vorausgegangen war ein elektrischer Defekt, der nach einem Gewitter im Haus eines älteren Ehepaares eingetreten war. Dieses suchte per Internet nach Elektrikern und stieß auf einen entsprechenden Eintrag. Nach einem Anruf erschienen zwei Unbekannte. Zehn Minuten lang beschäftigten diese sich nach Angaben der Geschädigten mit dem Sicherungskasten im Keller, um danach eine Summe von 930 Euro in bar zu fordern.

Polizei hinzugerufen

Als der Stadtlohner sich daraufhin zur Bank begab, fuhren die beiden angeblichen Elektriker hinterher. Das Kreditinstitut hatte jedoch geschlossen. Daraufhin wollten die „Elektriker“ nun den PIN-Code des Mannes erfahren. Dieser kündigte seinerseits nun an, die Polizei zu verständigen. Ihr Erscheinen mochten die beiden Unbekannten offensichtlich nicht abwarten: Sie verschwanden.

Polizei warnt

Die Polizei warnt erneut vor Praktiken wie in dem beschriebenen Fall. Wer die Dienste eines örtlichen Handwerkers in Anspruch nehmen möchte, sollte sich über die beauftragte Firma zuvor erkundigen. Gekaufte Anzeigen verschaffen manchen unseriösen Firmen einen Platz ganz oben in den Suchergebnissen im Internet. Und nicht selten geben sie sich den Anschein von Ortsnähe. Selbst gekaufte Ortsvorwahlen bei den Telefonnummern kommen vor. Weitere Informationen zum Thema gibt es auch unter www.polizei-beratung.de.

WhatsApp-Betrug verfängt

Betrüger haben eine Frau in Stadtlohn um einen vierstelligen Euro-Betrag gebracht. Die Täter hatten sich in den vergangenen Tagen über den Messenger-Dienst WhatsApp auf dem Smartphone der Stadtlohnerin gemeldet. Es gelang den Kriminellen, sich erfolgreich als Tochter der Geschädigten auszugeben. Sie behaupteten, diese könne aufgrund widriger Umstände derzeit kein Onlinebanking vornehmen. Daraufhin überwies die Geschädigte zwei Beträge an Stelle ihrer Tochter auf ein Auslandskonto. Als die Täter ein drittes Mal Geld forderten, weckte dies das Misstrauen der Frau. Zu Recht: Wie sich herausstellte, war sie einem Betrug aufgesessen.

Die Polizei warnt erneut vor dieser weit verbreiteten Masche. Wer eine Nachricht in der beschriebenen Art erhält, sollte nicht darauf eingehen. Im Zweifelsfall ist auf einem bekannten anderen Weg Kontakt zu dem betreffenden Familienmitglied aufzunehmen. (to/ots)

Silke Sandkötter
Silke Sandkötter
Silke Sandkötter, Team Lead Redaktion, gebürtige Münsterländerin, liebt die spannenden Geschichten der Region und lebt die Wochenpost seit vielen Jahren. Stets neugierig und auf der Suche nach neuen Themen aus der Region.
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