Donnerstag, 24. Juli 2024
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Kindermuseum „Knoblauch, Abakus, Himmelszelt“

Susanne Riedel, Mitarbeiterin des kult, baut die Verkleidungsstation vor dem Kindermuseum "Knoblauch, Abakus, Himmelszelt. 1623 - eine KinderMitmachWelt" auf.
Susanne Riedel, Mitarbeiterin des kult, baut die Verkleidungsstation vor dem Kindermuseum „Knoblauch, Abakus, Himmelszelt. 1623 – eine KinderMitmachWelt“ auf.

Im kult Westmünsterland in Vreden wird am Sonntag, 12. November 2023, das Kindermuseum „Knoblauch, Abakus, Himmelszelt. 1623 – eine KinderMitmachWelt“ offiziell eröffnet. Erstmals richtet sich damit eine Sonderausstellung speziell an Kinder im Alter von 5 bis 10 Jahren und ihre Familien. Das Motto: Anfassen und Ausprobieren ausdrücklich erwünscht! Das Museum ist an diesem Tag wie gewohnt von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Zwischen 11 und 15 Uhr bietet das kult zusätzlich zu den Verkleidungs- und Mitmachstationen in der Ausstellung einige Sonderaktionen an. Weben lernen und Kaleidoskope basteln stehen beispielsweise auf dem Programm. Außerdem werden für das erwachsene Publikum kurze Führungen angeboten. Der Eintritt ist am Aktionstag für alle Besucherinnen und Besucher frei.

Abschlussprojekt des Themenjahres „1623 – Zwischen Himmel und Hölle“

Das Kindermuseum ist das Abschlussprojekt des Themenjahres „1623 – Zwischen Himmel und Hölle“. Das hat der Kreis Borken gemeinsam mit vielen Partnern in der Region anlässlich des 400. Jahrestages der Schlacht bei Stadtlohn ausgerichtet. Zentrales Thema der neuen Sonderausstellung ist daher: Wie lebte es sich im 17. Jahrhundert im Westmünsterland? Dazu hat das Kuratoren-Team im kult acht Kinder aus vier verschiedenen Gesellschaftsschichten „kreiert“. Diese führen vor, wie ihr Alltag damals aussah – für die Kinder von heute zum Nachmachen. „Natürlich gehört als erstes eine standesgemäße Verkleidung dazu, ansonsten würden die modernen Kinder auf ihrer Zeitreise ins 17. Jahrhundert viel zu sehr auffallen“, sagt Silke Röhling, Leiterin des kult.

15 Mitmachstationen zum Alltag in der damaligen Zeit

Insgesamt finden sich in der neuen Sonderausstellung 15 Mitmachstationen, die die Kinder in den Alltag der vier verschiedenen sozialen Milieus – Soldaten, Bauer, Kaufmann und Adel – ansteuern können. So erfahren sie spielerisch, was für einen fundamentalen Unterschied es machte, in welche Gesellschaftsschicht man hingeboren wurde und dass es tatsächlich ein Privileg war (und ist), zur Schule gehen zu dürfen. In der „KinderMitmachWelt“ lernen die Mädchen und Jungen beispielsweise die Adelstochter Maria Anna von Millendonck kennen, die sich mehr für Astronomie interessiert als für Konversationsunterricht. An der Mitmachstation „Die Sterne lügen nicht“ stellt sich die Frage: Kennt jemand heute den Sternenhimmel so gut wie Maria Anna?

Einfache Signale trommeln

Soldaten-Sohn Miran Petrovic aus Kroatien, der im Tross der Armee der Katholischen Liga ins Münsterland gekommen ist, wirkt mit seinen neun Jahren hingegen schon fast als Trommel-Weltmeister. Die dazugehörige Mitmachstation „Trommeln“ lädt Kinder dazu ein, sich selbst in einfachen Signalen zu üben. Hanna Mollers aus einer Vredener Kaufmannsfamilie hilft mit ihren zehn Jahren schon tüchtig im Geschäft ihres Vaters mit. Besonders liebt sie das Rechnen. An der Mitmachstation „Abakus“ können die Mädchen und Jungen von heute lernen, wie man vor Jahrhunderten und ohne Smartphones und Taschenrechnern richtig rechnen konnte. Auch Jans Berning muss auf dem elterlichen Bauernhof in Wüllen viel mithelfen, trotz seiner zarten sechs Jahre. Das Torfstapeln ist eine seiner liebsten Aufgaben. An der dazugehörigen Mitmachstation wird sich zeigen, ob die jungen Besucherinnen und Besucher von heute genauso geschickt und vor allem korrekt stapeln können wie er.

Auch Kindergeburtstage kann man in der Ausstellung feiern

Das Kindermuseum ist bis zum 12. April 2024 im kult Westmünsterland zu den regulären Öffnungszeiten (dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr) zu sehen. Neben einem umfangreichen Begleitprogramm mit vielen Sonderaktionen können Familien auch Kindergeburtstage in der Ausstellung buchen, und auch für Schulen gibt es zahlreiche Angebote für den Besuch im Klassenkontext. Genauere Infos zum Begleitprogramm werden in Kürze bekanntgegeben.

Weitere Infos zum kult sind im Internet unter www.kult-westmuensterland.de zu finden.

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