
Frieda zeigt auf „Trampolin“, Ludwig auf „Auto“ und Ibrahim auf „Wasser“. Vor der neuen Kommunikationstafel am Gerätehaus des Integrativen Familienzentrums St. Antonius herrscht reger Betrieb. Auf ihr zu sehen: 77 Symbolbilder etwa für Tätigkeiten, Objekte oder Bedürfnisse aus der sogenannten Unterstützten Kommunikation (UK). Sie wurden eigens für typische Spielsituationen im Freien und den Außenbereich der Kita zusammengestellt. Vor allem Kindern mit Förderbedarf wie Frieda, Ludwig und Ibrahim erleichtert die Tafel den Alltag sehr. „Kinder, die verbal noch nicht so gut kommunizieren können, können mithilfe der Tafel ganz leicht ihre Bedürfnisse deutlich machen“, sagt Kita-Leiterin Veronika Bense.
Einige Piktogramme neu entwickelt
Das ganze Kita-Team beteiligte sich an der Auswahl der Piktogramme. Einige wurden sogar neu entwickelt, berichtet Logopädin Sabine Leson: „Wir wollten, dass die Tafel genau zur Kita passt.“ Eine weitere Besonderheit ist ein Farbcode, der den Kindern die Orientierung zusätzlich erleichtert. Alle Piktogramme sind je nach Wortart farbig umrandet. Beispielsweise haben Adjektive einen blauen, Substantive einen orangenen und besonders wichtige Wörter einen dunkelroten Rand. „Damit sind Wörter gemeint, die wichtig sind und häufig verwendet werden, beispielsweise Hallo, ok, nochmal oder fertig“, erklärt Sabine Leson. Die UK-Symbole und den Farbcode ken-nen die Kinder gut. Im Gruppenleben begegnen sie ihnen regelmäßig, etwa auf Talkern oder in Kommunikationsbüchern.
12 Plätze für Kinder mit heilpädagogischem Förderbedarf
12 der 65 Plätze des Integrativen Familienzentrums St. Antonius sind Kindern mit heilpädagogischem Förderbedarf vorbehalten. „Familien aus Gescher, Rosendahl und Stadtlohn, die im nächsten Kita-Jahr einen heilpädagogischen Platz benötigen, können sich bis zum 15. Februar 2027 direkt bei uns in der Kita melden“, sagt Veronika Bense. Für diese Plätze ist keine Anmeldung über das WebKita-Portal des Kreises Borken möglich.
