Sonntag, 24. Juli 2024
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Treffen der drei Partnerkreise

Das Foto zeigt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der drei Partnerkreise bei der Besichtigung des Airbus-Werkes in Nordenham.
Das Foto zeigt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der drei Partnerkreise bei der Besichtigung des Airbus-Werkes in Nordenham.

Alljährlich – nur ausgefallen in der Zeit der Corona-Pandemie – treffen sich die drei Partnerkreise Borken, Ludwigslust-Parchim (Mecklenburg-Vorpommern) und Wesermarsch (Niedersachsen) zum gegenseitigen Informationsaustausch. Von Donnerstag, 31. August 2023, bis Samstag, 2. September 2023, kamen jetzt die Delegationen turnusmäßig im Landkreis Wesermarsch auf Einladung des dortigen Landrates Stephan Siefken zusammen. Den Dreh- und Angelpunkt des Treffens bildete dabei Nordenham.

Begegnungen mit wirtschaftlichem Hintergrund

Die knapp über 26.000 Einwohner zählende Stadt liegt am Westufer der Weser gegenüber von Bremerhaven, also kurz vor der Mündung des Flusses in die Nordsee. Nordenham hat besondere Bedeutung als Industriestandort und vor allem als großer Hafen, der dem Seeverkehr dient. Daher standen insbesondere Begegnungen und Besichtigungen mit wirtschaftlichem Hintergrund im Mittelpunkt des Besuchsprogramms.

Landrat Zwicker leitet Borkener Delegation

Die Delegation aus dem Kreis Borken leitete Landrat Dr. Kai Zwicker. Ihr gehörten zudem folgende Mitglieder des Partnerschaftskomitees des Kreistages an: Angelika Dannenbaum (Ahaus), Annette Demens (Ahaus), Frank Hadder (Borken), Daniel Höschler (Bocholt), Ludger Konrad (Stadtlohn), Gerd Ludwig (Borken), Jens Steiner (Heek) und Vera Timotijevic (Bocholt). Für die Kreisverwaltung begleitete Dr. Gerd Eckstein vom Partnerschaftsbüro die Reisegruppe.

Airbus-Werk Nordenham besichtigt

Erster Programmpunkt war die Besichtigung des Airbus-Werkes in Nordenham. Dieses Unternehmen ist der größte Fertigungsstandort des Airbus-Zulieferers Premium AEROTEC. Etwa 3.000 Menschen arbeiten hier unter anderem an Flugzeugschalen, die über den Seeweg zu Airbus in Hamburg transportiert werden. Auf besonderes Interesse stieß in dem Werk das Firmenareal „Hangar 100“. Dabei handelt es sich um einen Experimentierraum, der als zentrale Anlaufstelle für Digitalisierungsthemen gilt: Junge Talente aus der Mitarbeiterschaft unterstützen dort bei der Entwicklung kreativer Ideen und tragen so zur Nutzbarmachung von künftigen Technologien und der Verbesserung von Arbeitsprozessen bei. Prägend sind innovative Teamarbeit, kurze Entscheidungswege und neue Arbeitsmethoden.

Direktvermarktung regionaler Erzeugnisse ebenfalls Thema

Im weiteren Verlauf des Programms ging es vor allem um die Themen Kreisentwicklung sowie Direktvermarktung regionaler Erzeugnisse in Verbindung mit gastronomischen Angeboten sowie um den Besuch des Zukunftszentrum Technologie Nordenham-Wesermarsch. Diese Einrichtung wurde von der Stadt Nordenham und vom Landkreis Wesermarsch 2009 gegründet. Sie verfügt über eine Betriebsfläche von 6.700 qm mit sechs Gebäudebereichen. Diese bestehen aus einer Klimahalle und einer Montagehalle zu jeweils rund 1.500 qm, Werkstätten für Bildungsträger (Plattform für die Aus- und Weiterbildung, die Qualifizierung von Fachpersonal in Faserverbundtechnik, Metalle etc.), aus Laboren für Qualitätssicherung, einem Auditorium sowie einem modern ausgestatteten Bürokomplex mit zwei dreigeschossigen Seitenflügeln für Ingenieure und technologische Entwickler.

„Digitaler Lernort Technik“

Konzipiert ist das Zentrum auch als „Digitaler Lernort Technik“. Es bietet zudem Start-ups die Möglichkeit, die Räumlichkeiten zu nutzen. Besondere Überraschung für die Gäste aus dem Westmünsterland dabei: Das Borkener Maschinenbauunternehmen Fooke, sehr engagiert auch im Bereich Forschung & Entwicklung, ist einer der Kooperationspartner des Innovationszentrums.

Besuch des Nationalpark-Hauses Museum Fedderwardersiel

Bestandteil des Partnerschaftstreffens war auch ein Besuch des Nationalpark-Hauses Museum Fedderwardersiel, das sich insbesondere mit den Themen „Natur und Kultur in der Region“ befasst. Gerade in der Wesermarsch haben die Menschen in den vergangenen Jahrhunderten dem Meer das Land, auf dem sie leben, mühsam abgerungen. Deichbauten und ein weitreichendes Entwässerungssystem sorgen heute dafür, dass ihre Lebensgrundlagen geschützt werden. Zudem treten an der Küste die Vorgänge in der Natur deutlicher zutage als anderswo. So bestimmen Sonne und Mond die Gezeiten. Dokumentiert wird das Zusammenwirken von Mensch, Tier und Pflanze im und am Watt im Museum insbesondere auch durch die interaktive Ausstellung „Leben im Wechsel der Gezeiten“.

Fischkutterfahrt auf der Weser als Abschluss

Mit einer Fischkutterfahrt auf der Weser und dem Besuch des denkmalgeschützten, von einer Stiftung liebevoll restaurierten, Leuchtturms „Oberfeuer Preußeneck“ in Eckwarderhörne, zu dem auch ein Dokumentationszentrum mit Informationen zur Geschichte des Turms, der Seezeichen und des Jadebusens gehört, endete dann der Aufenthalt beim Treffen der Partnerkreise im Landkreis Wesermarsch.

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