Montag, 24. Juli 2024
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Verkehrsfachleute empfehlen „Training“ für den Schulweg

Ole aus Borken übt mit seiner Mutter schon mal den Schulweg. Verkehrsexperten raten dazu, vor dem Schulbeginn mit den künftigen Erstklässlern schon einmal den Weg zu üben, um den Kleinen Sicherheit zu geben.
Ole aus Borken übt mit seiner Mutter schon mal den Schulweg. Verkehrsexperten raten dazu, vor dem Schulbeginn mit den künftigen Erstklässlern schon einmal den Weg zu üben, um den Kleinen Sicherheit zu geben.

Es sind zwar noch einige Tage, bis die Sommerferien zu Ende gehen. Allerdings fiebern sicherlich viele „i-Dötzchen“ bereits ihrem ersten Schultag entgegen. Verbunden mit diesem neuen Lebensabschnitt haben sich die Kinder dann auch den Herausforderungen des Straßenverkehrs zu stellen. Daher raten der Fachbereich Verkehr des Kreises Borken, die Polizei und die Kreisverkehrswacht allen Eltern von Schulanfängerinnen und -anfängern, ihre Mädchen und Jungen sorgsam auf den Schulweg vorzubereiten.

Straßenverkehr ist völlig neue Welt

Richtiges Verhalten im Straßenverkehr müssen Kinder erst erlernen. Was für Erwachsene Alltag ist, ist für sie eine völlig neue Welt, die noch erkundet werden muss. Deswegen empfehlen die Experten vor allem, in den Tagen vor Schulbeginn mit den Kindern den künftigen Schulweg zu üben und mögliche Gefahrenpunkte auf der Strecke zu besprechen. Sinnvoll ist es zudem, die „i-Dötzchen“ an den ersten aufregenden Schultagen zu begleiten.

Fahrrad sollten nur „wahre Könner“ nutzen

„Egal, ob die Kinder zu Fuß, mit dem Rad oder dem Bus zur Schule kommen, in allen Fällen gelte es, den sicheren Umgang im Straßenverkehr zu trainieren“, sagen die Verkehrsfachleute. Zudem betonen sie: „Das Fahrrad sollte nur von ‚wahren Könnern‘ benutzt werden und das auch nur bei sicheren Wegen!“ Ob ein Kind in der Lage ist, den Schulweg mit dem Fahrrad zu fahren, ist von den Eltern sorgfältig abzuwägen. Kinder bis zum vollendeten 8. Lebensjahr müssen mit dem Rad den Gehweg nutzen. Zudem gilt: Helm auf! ABC-Schützen, die mit dem Schulbus fahren, brauchen ebenfalls Training: Warten an der Haltestelle, einsteigen ohne zu drängeln, hinsetzen und sitzen bleiben, umsichtig aussteigen – auch das muss geübt werden.

Eigene Erfahrungen sind wichtig

Den Eltern legen die Verkehrsexperten überdies nahe, ihre Kinder möglichst nicht mit dem Auto zur Schule zu bringen. Zum einen werden bei Schulbeginn die Straßen vor den Schulen sehr stark beansprucht und dabei nicht selten andere Schulkinder gefährdet. Zum anderen sollen die „i-Dötzchen“ eigene Erfahrungen im Straßenverkehr sammeln und ihren Orientierungssinn schärfen. Außerdem können sie durch den gemeinsamen Schulweg mit anderen Schulkindern Freundschaften knüpfen.

Hektik ist auf dem Schulweg generell ein schlechter Begleiter, denn wer sich morgens schon beeilen muss, macht Fehler. Es sollte immer genügend Zeit fürs Aufstehen, Frühstück und den Schulweg eingeplant werden. Ein Spielraum von mindestens zehn Minuten vermeidet Stress. Ein weiterer wichtiger Aspekt für die Sicherheit im Verkehr ist die richtige Wahl der Schulranzen und Kleidung. Hell und auffällig gekleidete Kinder sowie Schulranzen mit Reflektorstreifen werden besser wahrgenommen.

„Kreis Borken sieht gelb!“

Im Rahmen der unter der Schirmherrschaft von Landrat Dr. Kai Zwicker stehenden Kampagne „Kreis Borken sieht gelb!“ initiiert von Radio WMW, zusammen mit der Kreisverkehrswacht, der Kreispolizei, dem Schulamt für den Kreis Borken und dem Borkener Logistikunternehmen Borchers wird in den kommenden Wochen das wichtige Thema „sicherer Schulweg“ weiter in den Blickpunkt rücken. Dazu wird es Infoflyer, Plakate, Straßenbanner, Radiobeiträge und -spots, knallgelbe Käppis für die Schulanfängerinnen und -anfänger sowie entweder „Dank-“ oder „Denkzettel“ für die Autofahrenden geben. Die 18. Auflage der Kampagne soll ab Schulstart am 7. August 2023 für mehr Verkehrssicherheit auf dem Schulweg sorgen.

Kreis, Polizei und Kreisverkehrswacht betonen abschließend: All das enthebt die Personen am Steuer natürlich nicht von ihrer Pflicht, sorgfältig auf den Verkehr und besonders auf die Schulkinder zu achten.

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