Montag, 24. Juli 2024
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Audioprojekt der Ahauser Anne-Frank-Realschule

Schülerinnen und Schüler der Klasse 7c der Ahauser Anne-Frank-Realschule haben an einem außergewöhnlichen Audioprojekt teilgenommen.
Schülerinnen und Schüler der Klasse 7c der Ahauser Anne-Frank-Realschule haben an einem außergewöhnlichen Audioprojekt teilgenommen.

17 Schülerinnen und Schüler der Klasse 7c der Ahauser Anne-Frank-Realschule haben an einem außergewöhnlichen Audioprojekt teilgenommen. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Sabrina Hölscher vertieften sie im vergangenen Jahr von September bis Dezember im Geschichtsunterricht ihre Kenntnisse über geschichtliche Hintergründe, um ein besonderes Projekt im Zusammenhang mit der Riga-Ausstellung „Deportationen – Tatorte – Erinnerungskultur“ zu gestalten. Diese Ausstellung ist seit dem 8. Januar und noch bis zum 16. Februar im Rathaus zu sehen. Sie behandelt das Thema „Deportationen während der dunklen Zeiten“.

Ausstellung bekommt persönliche Note

Die Schülerinnen und Schüler wollen der Ausstellung eine persönliche Note verleihen, indem sie an die Menschen aus Ahaus erinnerten, die damals nach Riga deportiert worden sind. Unter der Anleitung der Medienpädagogin Silke Keßler der Stadtbibliothek Ahaus entschieden sich die Jugendlichen für die Erstellung eines Hörspiels, basierend auf den Erinnerungen der Überlebenden Miriam Cohen, die aus Ahaus stammt.

Produktion klappte einwandfrei

In kürzester Zeit nahmen fünf Schülerinnen die Erinnerungen von Miriam Cohen auf, während andere Schülerinnen und Schüler mithilfe von Alltagsgegenständen passende Geräusche für das Hörspiel erstellten. Drei Schüler übernahmen anschließend die Aufgabe, alle Komponenten mit einem Schnittprogramm zu einem stimmigen Gesamtergebnis zu montieren.

Erinnerungen am Leben erhalten

Das fertige Hörspiel zeugt von einer einfühlsamen Umsetzung der Erinnerungen von Miriam Cohen, von ihrer Zeit im Konzentrationslager Stutthof über den Todesmarsch bis hin zur Zeit nach der Befreiung. Die Jugendlichen wurden dabei von der Mitarbeiterin der Stadtbibliothek unterstützt und begleitet. „Die Jugendlichen haben während der Produktion nicht nur gelernt, wie man die Stimme einsetzt oder ein Schnittprogramm bedient, sondern auch wie wichtig es ist, sich zu erinnern und Erinnerungen am Leben zu erhalten. Und das haben die Schülerinnen und Schüler freiwillig und mit viel Engagement geschafft.“, so Silke Keßler. Das Hörspiel zur Ausstellung im Rathaus kann via QR-Codes aufgerufen werden.

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