
Die Sasse Stiftung hat den Umweltpreis 2026 vergeben und damit fünf herausragende Naturschutzprojekte aus dem Münsterland und der Grafschaft Bentheim ausgezeichnet. Insgesamt wurden 10.000 Euro an ehrenamtlich getragene Initiativen vergeben, die sich mit großem Engagement für den Erhalt der Biodiversität einsetzen. Zusätzlich ehrte die Stiftung fünf weitere Projekte mit dem Sonderpreis „Ehrenamt“, dotiert mit jeweils 300 Euro.
Besucher können Natur unmittelbar beobachten
Ein Hauptpreis in Höhe von 2.000 Euro ging an das Projekt „Naturlehrpfad am Berkelsee“, Vreden, dass die Jury durch die gelungene Verbindung von Umweltbildung, Naturerlebnis und Naherholung überzeugte und die Artenvielfalt rund um den Berkelsee unmittelbar erlebbar macht. Stefan Becking vom „Förderverein Kulturlandschaft Vreden e.V.“ aus Vreden erklärt: „Mit dem Naturlehrpfad möchten wir Natur erlebbar machen und gleichzeitig Wissen vermitteln. Der Berkelsee selbst bildet einen wichtigen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Statt abstrakter Informationen können Besucher die Natur unmittelbar beobachten – etwa Wasservögel auf dem See, Insekten auf den Wiesen oder Veränderungen der Vegetation im Jahresverlauf. Der Preis bestätigt unseren Ansatz, Menschen für die Vielfalt vor der eigenen Haustür zu begeistern, und motiviert uns, den Weg weiterzugehen.“
Vier weitere Preisträger
Neben dem Hauptpreisträger zeichnete die Sasse Stiftung vier weitere Projekte mit Hauptpreisen aus:
• Förderverein Kulturlandschaft Vreden e.V., Vreden– „Naturlehrpfad am Berkelsee“ (2.Platz, 2.000 €)
• KlikKs Gruppe & Klimawerkstatt Greven, Greven – „Blumenmanufaktur an der Ems“ (3. Platz, 1.000 €)
• Interessengemeinschaft Haddorfer Heide, Wettringen – „Aufbau und Erhalt der Haddorfer Heide“ (3. Platz, 1.000 €)
• Vogelkundlicher Arbeitskreis Grafschaft Bentheim, Nordhorn – „Wärmebildkamera zur Erfassung von Wasser- und Watvögeln am Schlafplatz“ (3. Platz, 1.000 €)
20 Bewerbungen von ehrenamtlichen Initiativen
Ausgewählt wurden die Preisträger aus mehr als 20 eingereichten Bewerbungen ehrenamtlicher Initiativen aus dem Münsterland und der Grafschaft Bentheim. Die Projekte engagieren sich unter anderem in den Bereichen Arten- und Lebensraumschutz, ökologische Aufwertung von Landschaften sowie Umwelt- und Bildungsarbeit.
„Die große Resonanz und die Vielfalt der eingereichten Projekte zeigen, wie stark das ehrenamtliche Engagement für Natur- und Artenschutz in unserer Region ist“, sagen die Stiftungsgeber Rüdiger Sasse und Susanne Hüntemann-Sasse. „Mit dem Umweltpreis möchten wir dieses Engagement sichtbar machen, würdigen und nachhaltig stärken.“
Fachjury mit ausgewiesener Naturschutzexpertise
Über die Vergabe entschied eine unabhängige Fachjury mit ausgewiesener Naturschutzexpertise: Dr. Dirk Wewers (Tierpark Nordhorn), Dr. Dietmar Ikemeyer (Stiftung Natur- und Landschaft Westmünsterland), Paul Uphaus (Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim) und Dr. Christoph Lünterbusch (LWL-Bildungs- und Forschungszentrum Heiliges Meer).
