Donnerstag, 26. Januar 2026
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Lesenacht zu Thomas Mann am AHG

Eine Lesenacht zu Thomas Mann gab es am Ahauser Alexander-Hegius-Gymnasium.
Eine Lesenacht zu Thomas Mann gab es am Ahauser Alexander-Hegius-Gymnasium.

Nach „Geschichten aus 1001 Nacht“ (2023) und „Erich Kästner“ (2024) stand die diesjährige Lesenacht am Ahauser Alexander Hegius-Gymnasium am nationalen Vorlesetag ganz im Zeichen von Thomas Mann, der in diesem Jahr 150 Jahre alt geworden wäre. 56 Schüler fanden sich in den Ganztagsräumen ein, um gemeinsam der Frage nachzugehen, wie der in Lübeck geborene Nobelpreisträger nach Kalifornien kam. Sie beschäftigten sich mit dem frühen Thomas Mann, seinem Engagement in der Herausgabe der von ihm mitgestalteten Schülerzeitung und gingen der Frage nach, wie die politischen Entwicklungen in Deutschland der 1930er Jahre die Familie des Schriftstellers immer stärker bedrängten.

Exil in Frankreich, der Schweiz und den USA

Thomas Mann ging 1933 ins Exil. Zunächst nach Frankreich, dann in die Schweiz und schließlich in die Vereinigten Staaten von Amerika. Einen großen Teil seines Privateigentums verlor er, darunter auch das Manuskript seines Werkes „Buddenbrooks“, das bis heute als verschollen gilt. Und genau hier begann die gemeinsame Lektüre des neuesten Falls der drei ???: Schülerinnen, Lehrerinnen und Ganztagsmitarbeiter lasen mehr als 100 Seiten aus dem neuesten Kriminalfall der drei ??? vor.

Drei ???`ermitteln im Wohnhaus von Thomas Mann

„Das Geheimnis der sieben Palmen“ – ein in vielen überregionalen Zeitungen als besonders innovativer Beitrag zum Thomas-Mann-Jahr rezensierter Krimi – handelt von mehreren Einbrüchen in der Gegend von Rocky Beach, bei denen es zunächst nur um alte Briefe geht. Die drei Helden des Krimis ermitteln schließlich im Wohnhaus von Thomas Mann, das er selbst wegen der sieben großen Palmen „Seven Palms“ nannte. Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews entdecken im Arbeitszimmer von Thomas Mann schließlich ein Geheimversteck. Doch wie die Geschichte ausgeht, soll hier nicht verraten werden …

Lesepause im Zeichen des Schriftstellers

Auch die Lesepause stand ganz im Zeichen des Schriftstellers: Die Lesebegeisterten probierten von süßen Köstlichkeiten, die ein Konditor bereits im frühen 19. Jahrhundert in Lübeck bekannt gemacht hatte und von der Thomas Mann in seiner Buddenbrooks-Familiengeschichte vermutete, dass das Rezept dazu wahrscheinlich von Venedig nach Lübeck gekommen sei.

Einführung in Leben und Werk Thomas Manns auch kulinarischer Genuss

Wer weder Marzipan, Nougat oder Toffee mochte, durfte gern von den Bananen nehmen, die an die brasilianische Herkunft der Mutter von Thomas Mann erinnerten. So wurde die Einführung in Leben und Werk Thomas Manns für alle auch ein kulinarischer Genuss. Ein großer Dank gilt dem Bibliotheksteam und den Mitgliedern des Leseclubs, die die Lesenacht wiederum tatkräftig unterstützen – und das nicht nur beim Schneiden von Äpfeln, Möhren und Paprika. Beim gemeinsamen Frühstück in der neuen Mensa am nächsten Morgen fragten viele Schüler, wie die Geschichte wohl zu Ende geht. Auf in die Schülerbibliothek: es sind nur noch zwei Kapitel …

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