Montag, 24. Juli 2024
Aus den OrtenAhausMaßnahmen gegen gewaltbereite Jugendgruppe

Maßnahmen gegen gewaltbereite Jugendgruppe

Im Ahauser Rathaus wurden und werden die Maßnahmen in Zusammenhang mit der gewaltbereiten Jugendgruppe weitgehend koordiniert und angeordnet.
Im Ahauser Rathaus wurden und werden die Maßnahmen in Zusammenhang mit der gewaltbereiten Jugendgruppe weitgehend koordiniert und angeordnet.

Die Vorkommnisse um die Ahauser Jugendgruppe sind stark zurückgegangen. Die gemeinschaftlich von Polizei, Schulen und Stadtverwaltung eingeleiteten Maßnahmen zeigen ihre Wirkung. Die behördenübergreifende Arbeit besteht aus verschiedenen Säulen. Sowohl die Täter als auch die Opfer und ihre Familien sind im Fokus eines umfassenden Maßnahmenkataloges.

Maßnahmen bis hin zu familiengerichtlichen Schritten

So leiteten die Behörden bei allen Mitgliedern der Gruppe, die man identifizieren konnte, konkrete Maßnahmen ein. Diese reichen von Vernehmungen und Gefährderansprachen durch die Polizei, ambulanter intensiv pädagogischer Arbeit und auch der Unterbringung von Jugendlichen und Kindern in Einrichtungen der Jugendhilfe bis hin zu familiengerichtlichen Schritten.

„Problem nur gemeinsam mit den Familien zu lösen“

„Wir können das Problem nur gemeinsam mit den Familien lösen und arbeiten als Jugendamt mit verschiedenen pädagogischen Ansätzen. Auch die Eltern derer, die zur Gruppe gehören, wurden deutlich in die Verantwortung genommen, zeigen sich weitestgehend kooperativ und arbeiten mit unseren Fachkräften zusammen. Wir haben die Familien im Blick und kontrollieren die Einhaltung der gemeinsam getroffenen Absprachen“, erklärt Marina Bänke, Leiterin des Fachbereichs Jugend der Stadt Ahaus.

Verstärkte Präsenz und Wachsamkeit der Ordnungsbehörden

Ein weiterer wichtiger Baustein der Arbeit ist die verstärkte Präsenz und Wachsamkeit durch Polizei, Ordnungsamt und Schulpersonal. Diese wird auch während der Ferienzeit und im neuen Schuljahr fortgesetzt.

Auch präventive und intervenierende Maßnahmen

Aber auch präventive und intervenierende Maßnahmen und Hilfeangebote für die Betroffenen stehen im Fokus. So wurden zum Beispiel Antigewalt- und Coolnesstrainings in den 6. Klassen der weiterführenden Schulen durchgeführt, die die Klassengemeinschaft festigen, das Selbstbewusstsein von schwächeren Kindern stärken und eine Kultur des Hinschauens und eines respektvollen Miteinanders fördern. Schon zu Beginn des Jahres gab es für Eltern der Grundschulen Informationsabende zum Thema Mobbing in Zusammenarbeit mit der schulpsychologischen Beratungsstelle des Kreis Borken. Diese werden nach den Sommerferien für Eltern der weiterführenden Schulen fortgesetzt. Für betroffene Familien bietet der Caritasverband eine Selbsthilfegruppe an.   

Sven Asmuss
Sven Asmuss
Sven Asmuß, Redakteur, fest im Münsterland verwurzelt, mag den Kontakt zu anderen Menschen und deren spannende Geschichten. Familienmensch und Sportfan.
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