Dienstag, 24. Juli 2024
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„Spazierfahrt“ hat juristisches Nachspiel

Die Polizei konnte den Täter nach seiner "Spazierfahrt" zunächst identifizieren, später stellte er sich am Tatort. Foto: Markus Spiske auf pexels
Die Polizei konnte den Täter nach seiner „Spazierfahrt“ zunächst identifizieren, später stellte er sich am Tatort. Foto: Markus Spiske auf pexels

Es sei eine dumme Idee gewesen, räumte ein 19-Jähriger am frühen Samstagmorgen, 12. August 2023, Polizisten gegenüber ein. Gegen Mitternacht hatte der Heranwachsende einen Traktor von einer Baustelle an der Lise-Meitner-Straße in Vreden entwendet.

Zeuge nimmt Verfolgung auf

Unbeobachtet blieb das Unterfangen nicht. Ein Zeuge nahm die Verfolgung auf und alarmierte die Polizei. Als der Dieb die Einsatzkräfte bemerkte, versuchte er von der Landesstraße 608 zu flüchten. Nachdem er die Kontrolle über das Fahrzeug beim Abbiegen auf einen Wirtschaftsweg verloren hatte und mit einem Wegekreuz kollidiert war, rannte er in ein Maisfeld. Zunächst gelang dem Täter die Flucht.

Diensthund und Drohne im Einsatz

Es kamen ein Diensthund sowie eine Drohne zum Einsatz. Ein Zeugenhinweis brachte schließlich die Identität des zunächst Unbekannten zutage. In den frühen Morgenstunden kam es am Tatort zum Kontakt zwischen Polizisten und dem Flüchtigen. Zusammen mit seiner Mutter erschien er und gestand, dass er vom Alkohol beeinflusst eine „Spritztour“ mit dem Arbeitsgerät machen wollte. Stehlen habe er es nicht wollen. Ein Arzt entnahm dem 19-Jährigen zwei Blutproben, um die Blutalkoholkonzentration zur Tatzeit exakt bestimmen zu können. Eine Fahrerlaubnis für den Traktor hat er nicht. Nun folgt ein Strafverfahren.

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