Montag, 24. Juli 2024
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Weltbaustelle wird zum Wohnzimmer

Die künstlerische Leitung des Projekts lag bei Norbert Then (Stadtlohn, 2. v. r.) und Emmanuel Owor (4. v. r.). Initiiert wurde es von Carolin Olbrich (1. v. l.), Bereichsleiterin Allgemeine Bildung beim Kolping-Bildungswerk. Foto: Stefanie Haverkock
Die künstlerische Leitung des Projekts Weltbaustelle lag bei Norbert Then (Stadtlohn, 2. v. r.) und Emmanuel Owor (4. v. r.). Initiiert wurde es von Carolin Olbrich (1. v. l.), Bereichsleiterin Allgemeine Bildung beim Kolping-Bildungswerk. Foto: Stefanie Haverkock

Stahldrähte wurden auf der Weltbaustelle gebogen, es wurde gehämmert, gepinselt, Metall geschliffen und Muster hinein gebrannt. Dabei flogen auch so manche Funken. Überwiegend junge Leute zwischen 16 und 28 Jahren sowie weitere Erwachsene hatten sich auf Einladung des Kolping-Bildungswerkes und der Kolpingjugend zum Projekt „Weltwerkstatt“ getroffen.

Hinweis auf nachhaltige Entwicklungsziele

Mit der Weiterarbeit an dem Kunstwerk „Weltbaustelle“ im Innenhof der Kolping-Bildungsstätte (Gerlever Weg 1 in Coesfeld) soll auf die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen hingewiesen werden. Darin werden alle Menschen aufgerufen, sich in ihrem jeweiligen Wirkungskreis für Themen wie Klimaschutz und Zugang zu Bildung, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit einzusetzen.

Beseitigung von Ungleichheiten

Schnell war ein Thema identifiziert, das grundlegend für viele weitere Probleme ist: die Beseitigung von Ungleichheiten. „Wir wollen eine Balance erreichen – das kann man doch prima als Mobile darstellen!“, wurden gleich wechselnd auf Deutsch und Englisch erste Pläne geschmiedet. „Die Installation sollte ein „living room“ werden“, meinten die nächsten, „ein Treffpunkt, in dem man sich gerne aufhält wie in einem Wohnzimmer und gleichzeitig eine Welt symbolisiert, in der alle Menschen in ihrer Vielfalt gut leben können.“

„Kuppel der freien Gedanken“

Beraten und angeleitet wurden sie bei der Umsetzung auf der Weltbaustelle von Emmanuel Owor, einem jungen Künstler aus Uganda, und Norbert Then, Künstler aus Stadtlohn. Sie hatten die Installation im Rahmen des Projektes „Weltbaustellen NRW“ im Jahr 2019 errichtet.

„Wann hat man schon mal die Gelegenheit, mit einem Plasmabrenner Figuren aus einer Metallplatte zu brennen?“, meinte ein begeisterter Teilnehmer. Erstaunlich vielfältig waren die Ergebnisse des integrierten Malkurses, der Vorbehalte ob der eigenen Malkünste schnell widerlegte.

Begeisterung über kreative Werkstücke

Die Begeisterung der beiden Künstler und aller Aktiven über die vielfältigen kreativen Werkstücke, die am Ende des Projekts ihren Platz in der „Kuppel der freien Gedanken“ fanden, sprang sofort auf die zahlreichen Gäste über, die bei einer Vernissage die Ergebnisse bewunderten und sich über die Ideen informierten. Möglich gemacht hat die Aktion das Ministerium für Kultur und Weiterbildung Nordrhein-Westfalen, das die Fördermittel für das Projekt zur Verfügung gestellt hat.

Wer neugierig geworden ist, kann auf der weinumrankten neuen Bank in der öffentlich zugänglichen Kuppel hinter der Kolping-Bildungsstätte in Coesfeld Platz nehmen und sich von den verschiedenen Elementen inspirieren lassen.

Joy aus Gescher und Celia aus Spanien malten bestehende Elemente neu an und versahen sie mit Sprüchen zum Thema Gesundheit und Bildung. Foto: Stefanie Haverkock
Joy aus Gescher und Celia aus Spanien malten bestehende Elemente neu an und versahen sie mit Sprüchen zum Thema Gesundheit und Bildung. Foto: Stefanie Haverkock

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