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Wüllen feiert Jumelage-Jubiläum in Argentré-du-Plessis

50 Jahre offizielle Städtepartnerschaft: Vom 23. bis 26. Mai reiste eine 78-köpfige Delegation aus Ahaus-Wüllen in die französische Partnergemeinde Argentré-du-Plessis.
50 Jahre offizielle Städtepartnerschaft: Vom 23. bis 26. Mai reiste eine 78-köpfige Delegation aus Ahaus-Wüllen in die französische Partnergemeinde Argentré-du-Plessis.

Ein halbes Jahrhundert europäische Freundschaft, die tiefe Verbundenheit zeigt: Vom 23. bis 26. Mai reiste eine 78-köpfige Delegation aus Ahaus-Wüllen über das Pfingstwochenende in die französische Partnergemeinde Argentré-du-Plessis in der Bretagne. Anlass war das 50-jährige Jubiläum der offiziellen Städtepartnerschaft, die im Jahr 1976 besiegelt wurde. Begleitet von hochsommerlichem Wetter mit durchgehend 32 Grad und wolkenlosem Himmel, erlebten die Teilnehmenden vier Tage voller emotionaler Höhepunkte, Musik und intensiv gelebter Völkerverständigung, bevor sie am Dienstag wieder zurück ins Münsterland kehrten.

Festlicher Höhepunkt am Pfingstsonntag

Bürgermeisterin Karola Voß und die neu gewählte französische Bürgermeisterin Françoise Gesland unterzeichneten die Urkunde zur Erneuerung der Städtepartnerschaft. Auch der 98-jährige Victor Pasquet, der vor 50 Jahren als französischer Bürgermeister die ersten Urkunden unterzeichnet hatte, wohnte der Zeremonie bei.
Bürgermeisterin Karola Voß und die neu gewählte französische Bürgermeisterin Françoise Gesland unterzeichneten die Urkunde zur Erneuerung der Städtepartnerschaft. Auch der 98-jährige Victor Pasquet, der vor 50 Jahren als französischer Bürgermeister die ersten Urkunden unterzeichnet hatte, wohnte der Zeremonie bei.

Der festliche Höhepunkt des Wochenendes fand am Pfingstsonntag statt. Beim offiziellen Empfang im Rathaus von Argentré-du-Plessis wurde die Partnerschaft feierlich bekräftigt. Die Ahauser Bürgermeisterin Karola Voß und die neu gewählte französische Bürgermeisterin Françoise Gesland unterzeichneten gemeinsam die Urkunde zur Erneuerung der Städtepartnerschaft. Ein ganz besonderer, emotionaler Moment für alle Anwesenden: Auch der 98-jährige Victor Pasquet, der damals vor 50 Jahren bei Beginn der Partnerschaft als französischer Bürgermeister die ersten Urkunden unterzeichnet hatte, wohnte der Zeremonie bei und feierte diesen historischen Meilenstein sichtlich bewegt mit.

Olivenbaum im Stadtgarten gepflanzt

Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie im malerischen Stadtgarten, dem „Jardin du Hill“, pflanzten die beiden Bürgermeisterinnen gemeinsam mit den Partnerschaftskomitees einen Olivenbaum.
Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie im malerischen Stadtgarten, dem „Jardin du Hill“, pflanzten die beiden Bürgermeisterinnen gemeinsam mit den Partnerschaftskomitees einen Olivenbaum.

Am Pfingstmontag folgte eine weitere symbolische Geste: Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie im malerischen Stadtgarten, dem „Jardin de ville“, pflanzten die beiden Bürgermeisterinnen gemeinsam mit den Partnerschaftskomitees einen Olivenbaum. Das bleibende Geschenk der Stadt Ahaus steht ab sofort an diesem zentralen Ort als lebendiges und wachsendes Symbol für die langjährige, tiefe Freundschaft, den Frieden und die gemeinsame Zukunft der beiden Gemeinden. Als besonderen Gruß zum goldenen Jubiläum hatten die Wüllener Gäste zudem einen feierlichen Kranz mit goldenen Rosen mitgebracht, der die Verbundenheit beider Orte unterstrich.

Begegnung der Menschen im Mittelpunkt

Dass diese Partnerschaft ein Fundament aus tiefer zivilgesellschaftlicher Verankerung besitzt, wurde an allen Tagen spürbar. Die Begegnung der Menschen stand im Mittelpunkt. Die mitgereisten Musiker des Musikvereins Wüllen gestalteten zusammen mit den französischen Musikern von „Dor Vras“ einen feierlichen deutsch-französischen Gottesdienst sowie einen gemeinsamen Marsch durch die Stadt. Gemeinsames Musizieren, bretonischer Reigentanz, spontane Schunkelrunden, gesellige Essen und französisches Kabarett, bei dem schließlich auch deutsche Gäste Can-Can tanzten, machten die gelebte Freundschaft zwischen den Menschen eindrucksvoll sichtbar. Eine eigens eingerichtete Fotoausstellung „50-Jahre Jumelage“ in der Mediathek ließ zudem die vergangenen fünf Jahrzehnte Revue passieren.
Besonders zukunftsweisend zeigte sich das Wochenende durch das Engagement der jüngeren Generation. Die jungen Mitreisenden widmeten sich aktiv der Erinnerungskultur und der gemeinsamen Friedensarbeit. Ein zentraler Programmpunkt war hierbei die gemeinsame Besichtigung des Denkmals zum 8. Mai (Tag der Befreiung), die ein starkes Bewusstsein für die historische Verantwortung und die Bedeutung des europäischen Friedens schuf.

Dank an Bernd Bußmann für die Organisation

Ein besonderer Dank der Stadt Ahaus gilt Bernd Bußmann, dem Vorsitzenden des Partnerschaftskomitees Ahaus-Wüllen, der als Hauptorganisator die logistische Meisterleistung dieser viertägigen Delegationsreise mit 78 Personen unter sommerlichen Höchsttemperaturen bravourös koordiniert hat.

„Partnerschaft ist keine reine Formsache auf dem Papier“

„Dieses Jubiläum hat einmal mehr gezeigt, dass unsere Partnerschaft keine reine Formsache auf dem Papier ist, sondern von der Zivilgesellschaft getragen und von Herzen gelebt wird“, resümierte Bürgermeisterin Karola Voß nach der Rückkehr begeistert. „Dass wir dieses Jubiläum im Beisein von Wegbereitern der ersten Stunde wie Victor Pasquet und Hand in Hand mit der neuen Bürgermeisterin Françoise Gesland feiern durften, setzt ein starkes Zeichen für die kommenden 50 Jahre.“ Die Stadt Ahaus bedankt sich herzlich beim Partnerschaftskomitee Argentré-Wüllen sowie allen Beteiligten und Gastfamilien, die dieses unvergessliche Jubiläumswochenende ermöglicht haben.

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